Erneut wird Stauwochenende erwartet

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nach dem letzten Mega-Stau-Wochenende werden Autofahrer wohl auch an diesem Wochenende wieder mit vollen Autobahnen rechnen müssen. In den ersten Bundesländern wie Bremen und Niedersachsen enden die Sommerferien bereits, so dass mit viel Rückreiseverkehr zu rechnen ist und aus Bayern und Baden-Württemberg, wo die Urlaubszeit erst letzte Woche begonnen hat, muss mit einer zweiten Reisewelle gerechnet werden. Daher muss man sich ab dem heutigen Freitagmittag neben den Reisrouten zur Nord- und Ostsee besonders in den Ballungsräumen um größere Städte herum wieder einmal auf längere Staus einstellen. Es empfiehlt sich daher auch an diesem Wochenende die Autobahnen zu meiden und am besten antizyklisch zu reisen, also Reisen entweder am späten Abend bzw. früh morgens zu beginnen oder bereits am Dienstag oder Mittwoch loszufahren.

Im Laufe der aktuellen Woche haben die Kraftstoffpreise weiter nachgegeben. Besonders die Dieselpreise sind in den letzten Tagen im Mittel um weitere 1,1 Cent/Liter gefallen, aber auch die durchschnittlichen Benzinpreise gaben um knapp 0,7 Cent/Liter nach. Das erste Wochenende im Urlaubs- und Reisemonat August wird sich aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens aber wohl preistreibend auf die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen auswirken. Zudem sind auch die Vorgaben vom Rohölmarkt in der zweiten Wochenhälfte wenig verbraucherfreundlich ausgefallen, weshalb sich Autofahrer am Wochenende auf spürbare Preissteigerungen einstellen sollten. Wer in den kommenden Tagen also eine Reise plant, der sollte besser heute noch eine Tankstelle ansteuern. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie immer unsere Tankstellensuche.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,063 €uro je Liter
- Super: 1,289 €uro je Liter
- E10: 1,271 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,929 €/l zu 1,249 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,179 €/l zu 1,479 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,159 €/l zu 1,459 €/l (+ 30 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In der zurückliegenden Handelswoche haben sich die Rohölpreise in Summe kaum verändert. So sind die Ölnotierungen am Montag und Dienstag kräftig gefallen, dann jedoch am Mittwoch und Donnerstag ebenso deutlich gestiegen. Insgesamt notierten die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI mit 43,8 bzw. 41,5 Dollar/Barrel am Freitagmorgen somit nahezu auf dem gleichen Preislevel wie am Montagmorgen.

Obwohl die Ölpreise weiterhin durch das wieder spürbar wachsende Angebote auf dem Weltölmarkt beeinflusst werden, lösten die am Mittwoch veröffentlichten US-Öllagerdaten des Department of Energy (DOE) in der zweiten Wochenhälfte eine Gegenreaktion zu der vorherigen Talfahrt der Ölpreise aus. Allerdings waren die US-Öllager in Summe nur um minimale 0,7 Mio. Barrel auf nunmehr 914 Mio. Barrel gesunken. Die Rohöllager waren sogar um 1,4 Mio. Barrel gestiegen und auch die Lager für Heizöl und Diesel legten um 1,2 Mio. Barrel zu. Der Rückgang der US-Öllagerbestände war somit ausschließlich auf die um 3,3 Mio. Barrel gesunkenen Benzinlager zurückzuführen.

Insgesamt sollte die Aussicht auf eine wieder wachsende Überversorgung, die Preise am Weltölmarkt aber grundsätzlich unter Druck halten. So hat die OPEC ihre Ölförderung mit 33,4 Mio. Barrel pro Tag im Juli auf einen der höchsten Stände der vergangenen Jahre ausgeweitet. Und auch innerhalb der OPEC wird weiterhin ein Preiskampf um Marktanteile geführt, was die jüngste Preissenkung des saudischen Ölförderunternehmens Saudi Aramco für den asiatischen Markt gezeigt hat. Denn mit diesem Schritt will das saudische Staatsunternehmen verhindern, dass der Wettbewerber und politische Erzfeind Iran Marktanteile im asiatischen Markt zurückgewinnen kann, nachdem die iranische Ölproduktion im laufenden Jahr um rund 25 Prozent gestiegen ist.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise fallen für die kommenden Tage insgesamt preistreibend aus. Da am Wochenende zudem ein hoher Reiseverkehr erwartet wird, sollten sich Autofahrer auf spürbar steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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