Entscheidung über Fahrverbote für Diesel-Pkw vertagt

Benzinpreise - Entwicklung

Aufgeschoben bedeutet auch bei der Entscheidung über mögliche Diesel-Fahrverbote nicht aufgehoben, weshalb Millionen Autofahrer sowie Wirtschaft und Politik weiter auf eine Aussage des Bundesverwaltungsgerichtes warten müssen. Die Urteilsverkündigung wurde auf den kommenden Dienstag vertagt, wohl auch weil das Urteil eine bundesweite Signalwirkung haben wird und komplexe Fragen des Bundesimmissionsschutzgesetzes, des EU-Rechts sowie der Straßenverkehrsordnung betrifft.

Fraglich ist zudem ob mögliche Fahrverbote verhältnismäßig wären oder zu Lasten von Diesel-Fahrer gehen würden, die grundsätzlich keine Schuld am Diesel-Abgasproblem trifft. Außerdem ist zu klären ob Fahrverbote in Städten überhaupt kontrollierbar wären und ob Städte Fahrverbote für Dieselfahrzeuge nach geltendem Recht eigenmächtig anordnen können oder ob es hierfür neue, bundeseinheitliche Regelungen geben muss.

In knapp 70 Städten werden aktuell die Emissionsgrenzwerte überschritten - am stärksten in München, Stuttgart und Köln. Als Hauptgrund wurden hierfür Diesel-Pkw ausgemacht, denn diese sind laut Umweltbundesamt für fast 45 Prozent der NOx-Belastung in den Städten verantwortlich. Sollte das Bundesverwaltungsgericht die Revisionen zurückweisen und somit Fahrverbote für zulässig erklären, so liegt es dennoch weiterhin in der Hand der jeweilige Städte und Kommunen ob und welcher Art von Fahrverboten ausgesprochen werden.

Aus Baden-Württemberg kamen vom grünen Ministerpräsident Winfried Kretschmann daher zuletzt auch Warnungen davor, dass jede Kommune ihre eigenen Regeln festlegt. Plädiert wird hier für eine neue (blaue) Plakette, die auf Bundesebene eingeführt werden müsse. Mit dieser gäbe es in ganz Deutschland zu gleichen Regeln, die Umsetzung könnte mit wenigen Schildern schnell erfolgen und auch die Kontrollierbarkeit wäre gegeben.

Benzinpreise - Zahlen

Was die Entwicklung er Spritpreise anbelangt, hält der seit Anfang Februar bestehende Abwärtstrend weiter an. So sind die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen im Wochenverlauf um weitere 0,3 bzw. 0,2 Cent/Liter gesunken. Weiterhin lohnt es sich zudem darauf zu achten wann und wo man Tanken fährt, denn in vielen Regionen liegt das Sparpotential zwischen der teuersten und der günstigsten Tankstelle zur gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von zehn Kilometern bei bis zu zehn Prozent. Welche Tankstelle die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe oder auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.


Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,214 €uro je Liter
- Super: 1,393 €uro je Liter
- E10: 1,372 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,429 €/l (+ 37 ct/l)
- Super: 1,249 €/l zu 1,609 €/l (+ 36 ct/l)
- E10: 1,229 €/l zu 1,589 €/l (+ 36 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zurück