Dieselpreise zogen etwas an, Benzinpreise gaben etwas nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Anfang der Woche hatten sich die Zapfsäulenpreise von Diesel und Benzin beachtlich auseinander entwickelt auf einen Preisabstand von knapp 31 Cent/Liter. Auf Freitag hat sich nun die Preisspreizung etwas verringert. Die Abgabepreise für Superbenzin sind dieser Tage um gut zwei Cent/Liter auf 145,9 ct/l im Tankstellenmittel gesunken. Die Dieselpreise hingegen verteuerten sich um rund einen Cent/Liter auf 118,9 ct/l.

Die Ölpreise am Weltmarkt stehen nach wie vor unter Preisdruck durch die nachhaltige Überversorgung, die vor allen Dingen durch Saudi-Arabien herbeigeführt wurde und wird. Und das Öl aus dem Iran wird noch dazukommen. Am Ende der Preiskette mag es die Autofahrer letztlich freuen.

Nach jüngsten Meldungen ist Saudi-Arabiens Mega-Ölkonzern Aramco dabei, den Dieselmarkt zu fluten. Neben dem Rohölmarkt soll offenbar nun auch der Produktemarkte in die Niedrigpreispolitik der Scheichs mit eingebunden werden. Das erklärt auch den seit zwei Wochen augenfälligen Preisabgang bei Diesel, der Anfang Juli einsetzte.

Nachdem die europäische Leitsorte BRENT zum Wochenbeginn deutlich abgenommen hatte, kletterte sie in den letzten beiden Tagen um insgesamt zwei Dollar je Barrel und stand somit am Freitagmorgen bei 59,2 Dollar/Barrel. Die aktuelle Versorgungs- und Nachrichtenlage am Weltölmarkt übte zuletzt massiven Druck auf die Ölpreise aus und auch wenn die Ölpreise heute wieder gestiegen sind, so bleibt im gesamten Wochenverlauf immer noch ein Minus stehen. Gestützt wurden die Ölpreise in den letzten Tagen durch eine bessere Lage an der chinesischen Börse.

Nachdem dort die die Aktienkurse in den letzten Monaten um 35 bzw. 40 Prozent gecracht sind, konnten die Kurse, bedingt durch staatliche Eingriffe, zuletzt wieder zulegen. Dies sorgte dafür, dass Trader auch wieder bei den Ölkontrakten zugriffen. Zudem wurden auch die andauernden Verhandlungen um das iranische Atomprogramm an den Börsen preistreibend gewertet, da auch die letzte Frist wieder ohne Einigung verstrichen war. Dennoch bleibt die grundsätzliche Lage am Weltölmarkt unverändert.

Das weltweite Angebot übersteigt die Nachfrage weiterhin deutlich. So wurde in dieser Woche auch die Trendwende bei den US-Öllagerbeständen bestätigt, denn die bereits prall gefüllten US-Öllager stiegen laut den offiziellen Daten des DOE (Department of Energy) um weitere 3,2 Mio. Barrel an. Am Devisenmarkt zeigt sich der €uro, trotz griechischem Referendum, weiterhin unbeeindruckt und konnte auf Freitag sogar gegen den Dollar zulegen.

Die Aussichten für die Kraftstoffpreise fallen somit unterschiedlich aus. Fahrer von Dieselfahrzeugen müssen sich wohl auf eine Preiserhöhung am Wochenende einstellen. Ein Rückgang der Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen ist hingegen längst überfällig.

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