Dieselpreise unter einen €uro pro Liter gefallen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Talfahrt der Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen hielt im gesamten Wochenverlauf an. Gestern konnte zwischen 18.00 und 20.00 Uhr an den günstigsten deutschen Tankstellen Diesel für 0,99 €/Liter getankt werden. Auch der Durchschnittspreis für Diesel fiel gestern mit 1,117 €/Liter auf den tiefsten Stand seit Beginn der Datenerhebung der Markttranparenzstelle. In den zwei Tagen davor gaben die Dieselpreise im Mittel um 1,5 ct/l nach. Die Benzinpreise sanken zwischen Dienstag und Donnerstag sogar um gut 2,1 Cent/Liter.

Damit hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER auf aktuell rund 25,5 Cent je Liter weiter verringert. Weiterhin bleibt zurzeit besonders auffällig, dass der Unterschied zwischen den günstigsten und den teuersten Spritpreisen extrem anwächst und aktuell bei über 40 ct/l liegt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die teuersten Spritpreise eines Tages bei allen Tankstellen seit rund einem Monat gleich geblieben sind. Dafür haben sich die niedrigsten Spritpreise des Tages bei Diesel im Schnitt um 5 Cent/Liter verringert und bei den Benzinpreisen ging es sogar um massive 11 Cent/Liter runter.

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale und sinnvolle Unterstützung.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,117 €uro je Liter
- Super: 1,371 €uro je Liter
- E10: 1,351 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/l zu 1,399 €/l (+ 40 ct/l)
- Super: 1,239 €/l zu 1,649 €/l (+ 41 ct/l)
- E10: 1,219 €/l zu 1,629 €/l (+ 41 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Am Rohölmarkt kam es in den vergangenen Tagen zu einer kräftigen Gegenbewegung als Reaktion auf den vorherigen rasanten Verfall der Rohölpreise. Insgesamt kletterte die europäische Rohölleitsorte BRENT in den letzten drei Tagen um knapp 5,3 $/b, was auf Wochensicht der stärkste Anstieg der Ölpreise seit April diesen Jahres ist. Am Freitagmorgen notierte BRENT mit 48,2 Dollar je Barrel somit wieder in der Nähe der 50-Dollar-Marke.

Neben der allgemeinen Entspannung an den Finanzmärkten sorgte gestern besonders die Nachricht über ein geplantes Sondertreffen der OPEC für die bullische Stimmung am Ölmarkt. Innerhalb der OPEC muss offensichtlich schnell geklärt werden, ob eine Steigerung der iranischen Ölexporte eine Reduzierung bei anderen Förderländern nach sich ziehen muss. Sollte dies nicht der Fall sein, so wird sich die aktuelle Überversorgung in den kommenden Monaten wohl ausweiten. Aber nicht nur vom Rohölmarkt kamen gestern schlechte Vorgaben für die Spritpreisgestaltung des Wochenendes.

Auch am Devisenmarkt stürzte der €uro weiter gegen den Dollar ab. Der Grund hierfür lag in den guten Konjunkturdaten aus den USA, wo das Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal in der Prognose auf 3,7 Prozent angehoben wurde und die jüngsten Zahlen vom US-Arbeitsmarkt erneut sehr positiv ausfielen. Diese guten Wirtschaftsdaten lassen die geplante Zinswende der FED wieder näher rücken und setzen den €uro somit unter Druck.

Die Vorgaben für den Kraftstoffmarkt fallen daher schlecht aus, so dass zumindest die Dieselpreise am Wochenende wohl zulegen werden. Bei den Benzinpreisen besteht trotz der schlechten Vorgaben an den heimischen Zapfsäulen noch Potential nach unten.

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