Dieselpreise stärker im Plus als Benzinpreise

Benzinpreise - Entwicklung

Seit knapp zwei Wochen entwickeln sich die Kraftstoffsorten an deutschen Tankstellen unterschiedlich. Zwar sind sowohl die durchschnittlichen Benzinpreise als auch die gemittelten Dieselpreise gestiegen, doch der Preisanstieg fiel bei Diesel sehr viel kräftiger aus als bei den Benzinpreisen. So sind die Preise für Diesel in den zurückliegenden zwölf Tagen um 5,5 Cent/Liter bzw. gut vier Prozent gestiegen während die Benzinpreise (Super E5) um 3,1 Cent/Liter bzw. gut zwei Prozent zulegten.

Der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin liegt mit 15,9 Cent/Liter aktuell auf einem der niedrigsten Stände, die wir seit Einführung der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe im September 2013 zu verzeichnen hatten. Der Maximalwert hatte im August 2015 bei knapp über 30 Cent/Liter gelegen. Doch der zuletzt geringere Preisanstieg für Benzin soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Benzinpreise zurzeit auf dem höchsten Stand seit ziemlich genau vier Jahren stehen. Um so teure Dieselpreise wie zurzeit zu finden, muss man sogar noch einen Monat länger in die Vergangenheit schauen.

Dass die Spritpreise zurzeit auf einem Langzeithoch liegen ist allerdings nicht darauf zurückzuführen, dass die Tankstellenbetreiber tiefer in die Taschen ihrer Kunden greifen würden. Der Hauptgrund liegt in den zuletzt deutlich gestiegenen Ölnotierungen, die in der Folge auch die Preise an den heimischen Zapfsäulen haben steigen lassen. Zwar lagen die Rohölpreise mit rund 90 $/b vor vier Jahren etwas höher als zurzeit, doch dafür stand der €uro gegen die Ölwährung US-Dollar etwas besser da als jetzt und auch andere Preisbestandteile, wie Lohn- oder Pachtkosten, haben sich in den vergangenen Jahren erhöht.

Für die kommenden Monate fallen die Preisaussichten weiterhin wenig verbraucherfreundlich aus. Vor allem die US-Sanktionen gegen den iranischen Energiesektor werden die Ölpreise auf einem hohen Level halten oder sogar weiter steigen lassen. So soll das drittgrößte OPEC-Ölförderland ab November kein Rohöl mehr in andere Länder importieren dürfen. Zwar wird es nicht zu einem vollständigen, internationalen Ölembargo gegen den Iran kommen, denn noch wollen die Europäer, Chinesen und Russen am Atomabkommen mit dem Iran festhalten. Dennoch konnte der Ölmarkt bis zum Jahresende auf eine Unterversorgung zusteuern, was die Diesel- und Benzinpreise weiter steigen lassen könnte.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken


Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,376 €uro je Liter
- Super: 1,535 €uro je Liter
- E10: 1,512 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,279 €/l zu 1,639 €/l (+ 36 ct/l)
- Super: 1,419 €/l zu 1,729 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,399 €/l zu 1,709 €/l (+ 31 ct/l)

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

 

 

Aufgrund der im Tagesverlauf immer häufiger werdenden Preisveränderungen an den Tankstellen lohnt es sich für Autofahrer immer mehr darauf zu achten wann man welche Zapfsäule ansteuert. Welche Tankstelle stets die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen immer ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

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