Dieselpreise springen auf Drei-Monats-Hoch

Benzinpreise - Entwicklung

Der Drohnen-Angriff auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien hat zu Wochenbeginn zu einem massiven Preisanstieg bei den Ölnotierungen an den internationalen Finanzmärkten und zeitgleich bei den Heizölpreisen geführt. Eine Auswirkung auf die Benzin– und Dieselpreise waren an den heimischen Zapfsäulen zunächst nicht spürbar, da die Preise aller Kraftstoffsorten am Montag sogar sanken.

Kurz nach den Angriffen auf die Raffinerie, hat der Mineralölwirtschaftsverbandes MWV die Auswirkungen für deutsche Autofahrer und den deutschen Kraftstoff-Markt als überschaubar eingeschätzt und geäußert, dass sich die Auswirkungen in Grenzen halten würden. Aus Verbrauchersicht entspricht die Entwicklung der Spritpreise leider nicht den Aussagen des Verbandes.

Auch wenn es in der näheren Vergangenheit bereits zu verhältnismäßig kräftigen Preisschwankungen gekommen ist, kam es vor, dass sich die Auswirkungen erst mit einer Verzögerung ablesen ließen. Diese zeitversetzte Reaktion des Marktes war bereits häufig auch bei den heimischen Heizölpreisen abzulesen.

Aufgrund von aussichtreichen Zusagen des saudischen Energieministers, kam es gestern zu einer unerwartet schnellen Gegenbewegung bei den Ölnotierungen. Er versicherte, dass die zuletzt aufgrund der Angriffe um fast 50 Prozent eingebrochene Ölproduktion, schon Ende des Monats wieder ihr vorheriges, normales Niveau erreichen würde.

Im Vergleich zu Montag sind die durchschnittlichen Benzinpreise (Super E5 und E10) jeweils im um 3,9 Cent/Liter und somit um fast drei Prozent gestiegen. Der gemittelte Dieselpreis ist sogar um 4,2 Cent/Liter, also mehr als 3,3 Prozent gestiegen. Auch nach intensiver Recherche, konnte unsere Redaktion einen vergleichbaren Anstieg innerhalb eines so kurzen Zeitraumes nicht finden.

Mit der Hoffnung auf eine zeitnahe und vergleichbare Gegenbewegung wie bei den Rohölpreisen, lohnt es sich aktuell noch mehr darauf zu achten, welche Tankstelle angesteuert wird. Innerhalb eines 10 Kilometer-Radius kommt es in Städten zumeist zu Preisdifferenzen von 10 Cent/Liter, wenn man aber eine längere Strecke über die Autobahn fährt, so kann man mit einem 2-km-Umweg bereits bis zu 30 Cent/Liter sparen. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,285 €uro je Liter
- Super: 1,440 €uro je Liter
- E10: 1,418 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,199 €/l zu 1,599 €/l (+ 40 ct/l)
- Super: 1,339 €/l zu 1,739 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,319 €/l zu 1,709 €/l (+ 39 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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