Dieselpreise sinken auf Acht-Wochen-Tief

Benzinpreise - Entwicklung

Seit Mitte Januar führt die Thematik „Coronavirus“ und die damit verbundene Sorge vor den Folgen für die Rohstoff- und Finanzmärkte zu massiven Kursverlusten bei den Rohölpreisen. Nachdem sich zwischenzeitlich eine Stabilisierung der Preise andeutete, hat die jüngste Abwärtsbewegung zu neuen Tiefstständen am Rohöl- und heimischen Heizölmarkt geführt.

Während zu Beginn des Ausbruchs der neuartigen Lungenkrankheit die Auswirkungen nur bei den Rohölpreisen zu bemerken waren, sind die Folgen der Kursverluste an den internationalen Finanzmärkten in der vergangenen Woche auch an der heimischen Zapfsäule angekommen. Auch wenn aus Verbraucher- sicht eine vergleichbare Entwicklung wünschenswert gewesen wäre, muss festgehalten werden, dass die massiven Preisrückgänge der Rohölpreise von über zwölf Prozent nicht vollumfänglich auf die Diesel- und Benzinpreise übergegangen sind.

Nachdem es in der letzten Woche bei den beiden Benzinsorten (Super E5 und E10) noch zu deutlichen Preisreduzierungen von mehr als über 2,9 Cent/Liter kam, ist die Abwärtsbewegung offensichtlich nur von kurzer Dauer gewesen. Mit einer Preissteigerung von 0,3 Cent/Liter (Super E10) bzw. noch deutlicheren 0,6 Cent/Liter bei der Benzinsorte E5, ist der kurzfristige Abwärtstrend vorerst gestoppt. Aktuell bewegen sich die beiden Kraftstoffsorten Diesel und Benzin sogar wieder in entgegengesetzte Richtungen.

Im Gegensatz dazu, setzt der gemittelte Dieselpreis mit einem Preisrückgang von 0,7 Cent/Liter die Abwärtsbewegung der letzten zwei Wochen weiter fort. Durch die kontinuierliche Abwärtsbewegung ist der durchschnittliche Dieselpreis somit in den letzten vier Wochen um deutliche sieben Cent/Liter gesunken und bewegt sich aktuell in der Nähe eines Acht-Wochentiefs. Auffällig ist auch, dass der Preisabstand zwischen den beiden Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (Super E10) innerhalb weniger Tage von 12 Cent/Liter auf 13 Cent/Liter gestiegen ist.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,248 €uro je Liter
- Super: 1,395 €uro je Liter
- E10: 1,378 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,149 €/l zu 1,599 €/l (+ 45 ct/l)
- Super: 1,299 €/l zu 1,729 €/l (+ 43 ct/l)
- E10: 1,289 €/l zu 1,719 €/l (+ 43 ct/l)

 

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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