Dieselpreise sinken auf 3-Monats-Tief | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 31.08.2020

um 10:29 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Von der Entwicklung der Rohölpreise in der ersten Jahreshälfte konnten in den letzten Monaten nicht nur Heizölverbraucher profitieren, sondern auch Deutschlands Autofahrer. Denn durch die Koppelung der heimischen Diesel- und Benzinpreise an den internationalen Ölmarkt, kannten auch die inländischen Spritpreise lange Zeit nur den Weg nach den unten. Während die Rohölpreise seit mehreren Wochen wieder den Weg nach oben eingeschlagen haben, bewegen sich die Benzin- und Dieselpreise hingegen seitwärts mit tendenziell sinkenden Preisen.

Doch die Abwärtstendenz der Spritpreise könnte bereits in absehbarer Zeit ein Ende finden. In Bezug auf die Entwicklung der Heizölpreise wurde von uns bereits mehrfach über die Folgen des Klimapaketes der Bundesregierung berichtet, dessen Inhalte ab Anfang 2021 zu merklich steigenden Heizölpreisen führen wird. Doch von den Folgen sind nicht nur Heizölverbraucher betroffen, sondern auch Deutschlands Autofahrer. Durch die Umlage des zukünftigen Emmissionshandels wird zukünftig jede Tonne Kohlendioxid (CO2) aus Automotoren 25 Euro kosten. Ab Januar wird das Tanken somit um rund sieben Cent je Liter teurer.

Zumindest bis Ende des Jahres bleiben Autofahrer von den Konsequenzen des Klimapaketes verschont. Auch wenn die bis Ende Dezember geltenden Mehrwertsteuer-Senkung von vielen Anbietern bis heute nicht vollumfänglich an die Verbraucher weitergegeben wird, befinden sich die heimischen Diesel- und Benzinpreise weiterhin auf einem äußerst attraktiven Niveau. Trotz zuletzt wieder zunehmenden Preisschwankungen, halten sich die Spritpreise auch zum Wochenstart ihr Niedrigpreis-Bereich.

Die Preise der drei Spritsorten bewegten in den letzten Wochen nahezu konstant im Gleichschritt auf und ab, sodass die heutigen Preisentwicklungen als ungewöhnlich bezeichnet werden dürfen. Denn erstmals seit Anfang Juli entwickeln sich die Preise von Benzin und Diesel konträr zueinander. Während der gemittelte Dieselpreis mit einem Minus von 0,4 Cent/Liter an der Abwärtsbewegung der Vorwoche „anknüpft“ und auf 1,067 Cent/Liter nachgab, steigen beide Benzinpreise um 0,1 Cent/Liter auf 1,287 Cent/Liter (Super E5) bzw. 1,249 Cent/Liter (Super E10).

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich. (bs)

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,067 €uro je Liter
- Super: 1,287 €uro je Liter
- E10: 1,249 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,969 €/l zu 1,409 €/l (+ 44 ct/l)
- Super: 1,179 €/l zu 1,599€/l (+ 42 ct/l)
- E10: 1,129 €/l zu 1,559 €/l (+ 42 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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