Dieselpreise hoch, Benzinpreise runter

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen haben sich in der vergangenen Woche unterschiedlich entwickelt. Während die Dieselpreise mit knapp 0,2 Cent/Liter leicht gestiegen sind, haben die Benzinpreise um rund 0,8 Cent/Lier nachgegeben. Durch die unterschiedliche Preisentwicklung der Kraftstoffsorten ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen DIESEL und SUPER mit knapp 23 Cent/Liter auf den tiefsten Stand seit gut zwei Monaten gefallen. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen liegt seit Anfang Juni recht stabil bei rund 30 Cent/Liter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,122 €uro je Liter
- Super: 1,351 €uro je Liter
- E10: 1,332 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,309 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,539 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,519 €/l (+ 31 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In dieser Handelswoche haben die Preise für Rohöl von Beginn an deutlich zugelegt und sind im Wochenverlauf zwischenzeitlich sogar auf die neue mehrmonatige Höchststände gestiegen. Am gestrigen Donnerstag setzte dann jedoch eine Gegenbewegung zu den zuvor rasant gestiegenen Ölpreisen ein und auch heute Morgen im frühen Handel gaben die Rohölleitsorten BRENT und WTI weiter nach. Insgesamt ging die europäische Rohölsorte BRENT auf Freitag um 1,1 $/b zurück und notierte am Morgen bei 51,7 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI sank um gut 1,3 $/b und wurde am Morgen mit 50,2 Dollar/Barrel allerdings immer noch knapp über der 50-Dollar-Marke gehandelt.

Bis zur Wochenmitte hatten Meldungen über neue Brandherde in Kanada und weitere Anschläge auf Ölpipelines Nigeria die Ölpreise gestützt. Außerdem sorgte besonders der im Juni stetig an Wert verlierende US-Dollar für steigende Rohölpreise, weil eine schwächere US-Währung das in Dollar gehandelte Rohöl in Ländern außerhalb des Dollarraums günstiger macht und somit die Nachfrage steigen lässt.

In der zweiten Wochenhälfte sorgten dann jedoch zunächst Daten vom US-Ölmarkt für etwas Preisdruck, weil bei den US-Öllagerbeständen in Summe nur ein geringer Rückgang in Höhe von 0,4 Mio. Barrel zu verzeichnen war. Zwar war bei Rohöl ein Abbau der Lager um 3,2 Mio. Barrel feststellbar, dafür stiegen aber die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um insgesamt 2,8 Mio. Barrel an. Außerdem gingen die US-Rohölimporte leicht zurück und die eigene Ölproduktion der USA stieg leicht an, was insgesamt eher bärische Impulse für den Weltölmarkt brachte.

Darüber hinaus setzte ab Donnerstag eine Erholung des US-Dollars ein, was dazu führte, dass die Ölnachfrage außerhalb des Dollarraums wieder nachließ und dass vor dem Wochenende Gewinnmitnahmen bei den Börsenhändlern einsetzen. Beides ließ die Rohölpreise zum Wochenschluss nachgeben, dennoch verzeichneten die Ölnotierungen unterm Strich ein Wochenplus von zwei bis drei Prozent.

Die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt fallen somit für das Wochenende insgesamt eher schlechter aus. Auch weil die Benzinpreise im Wochenverlauf etwas überraschend zurückgegangen waren, sollten sich Autofahrer am Wochenende eher auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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