Dieselpreise auf Rekordhoch gestiegen

Benzinpreise - Entwicklung

In der ersten Hälfte der aktuellen Woche hat sich der rasante Anstieg der Kraftstoffpreise weiter fortgesetzt. Besonders die durchschnittlichen Dieselpreise sind seit Ende September um beachtliche 13 Cent/Liter bzw. zehn Prozent gestiegen. Aber auch die gemittelten Benzinpreise (SUPER E5) haben in diesem Zeitraum um sechs Cent je Liter bzw. vier Prozent zugelegt. Mit aktuell rund 1,56 €uro/Liter befinden sich die Benzinpreise auf dem höchsten Stand seit gut vier Jahren. Die Dieselpreise stehen mit rund 1,45 €uro/Liter sogar auf einem Rekordhoch.

Dies hat zur Folge, dass der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorte Diesel und Benzin (SUPER E5) mit rund elf Cent je Liter auf ein Rekordtief gesunken ist. Aufgrund des höheren Heizölbedarfs sinkt der Preisunterschied der beiden Kraftstoffsorten zwar immer zum Jahresende, doch in den vergangenen Jahren lag die Differenz auch im November stets noch bei rund 20 Cent/Liter. Auffällig war in den vergangenen Tagen zudem, dass sich die Maximalpreise an den Tankstellen kräftig nach oben bewegt haben. So kletterten die Benzinpreise gestern an knapp 100 Tankstellen auf bis zu 1,809 €uro/Liter und für Diesel mussten Autofahrer in der Spitze bis zu 1,739 €uro/Liter bezahlen.

Der Grund für diese enorm hohen Preise an den Zapfsäulen ist auf aktuelle Logistikprobleme der Mineralölwirtschaft zurückzuführen. Besonders im Süden und Westen Deutschlands kämpft die Branche mit einer angespannten Versorgungslage, die auf das anhaltende Niedrigwasser entlang des Rheins, fehlende alternative Transportwege sowie auf Raffinerieausfälle zurückzuführen ist. Immerhin ist es bisher noch nicht zu größeren Versorgungsausfällen an den Tankstellen gekommen.

Doch was die Aussichten für die weitere Preisentwicklung anbelangt, können Autofahrer kurzfristig wohl nicht mit Preisrückgängen an den Zapfsäulen rechnen und das obwohl sich die Preise am Weltölmarkt seit Wochen im freien Fall befinden. Genau wie bei den Heizölpreisen kommen die fallenden Rohölpreise aber nicht bei den Autofahrern an, ansonsten könnten die Spritpreise hierzulande in etwa auf dem Preislevel vom August dieses Jahres liegen. Das entspricht einem Abwärtspotential von rund 2,5 Prozent bei den Benzinpreisen und rund zehn Prozent bei den Dieselpreisen.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

Weniger betroffen von den aktuellen Preiskapriolen am Kraftstoffmarkt ist bisher der Norden Deutschlands, im Süden und Westen sind die Preisanstiege hingegen umso deutlicher zu spüren. Der einzige Trost bleibt, dass man auch im Süden der Republik  noch deutlich günstiger tanken kann, wenn man darauf achtet wann man welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle stets die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,447 €uro je Liter
- Super: 1,557 €uro je Liter
- E10: 1,535 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,279 €/l zu 1,739 €/l (+ 46 ct/l)
- Super: 1,389 €/l zu 1,809 €/l (+ 42 ct/l)
- E10: 1,369 €/l zu 1,789 €/l (+ 42 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zurück