Dieselpreis nähert sich Ein-Euro-Marke

Benzinpreise - Entwicklung

Da das Coronavirus und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen bereits seit mehr als drei Monaten ihren Einfluss an den internationalen Finanzmärkten zeigen, wird es berechtigterweise als Dauerthema bezeichnet. Als Folge der neuartigen Lungenkrankheit sanken die Rohölpreise massiv und die Marktteilnehmer hatten große Hoffnung, dass auf der vor zwei Wochen beginnenden OPEC-Konferenz in Wien Maßnahmen eingeleitet werden, die zur Stabilisierung des Marktes beitragen würden.

Zur Überraschung aller Experten konnte jedoch auf der OPEC-Konferenz keine Einigung über die zukünftige Fördermengenpolitik erzielt werden, sodass es am darauffolgenden Montag zu einem Börsencrash kam. Der Effekt der kurzfristig um mehr als 30 Prozent gesunkenen Notierungen, kam jedoch erst mit leichter Verzögerung auf dem heimischen Kraftstoffmarkt an. Aus Verbrauchersicht erfreulich ist, dass die Rückgänge der Diesel- und Benzinpreise seitdem weiter anhalten.

Bereits Ende Februar war ein deutlicher Preisrückgang bei allen drei Kraftstoffsorten als Auswirkung der wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus abzulesen. Seit dem Preisrutsch von letzter Woche Montag wurde der vorherige Abwärtstrend jedoch nochmals verstärkt. Nach der jüngsten Entwicklung am Kraftstoffmarkt, haben die meisten Fahrzeugbesitzer mit Ottomotoren das Langzeithoch von vor drei Wochen wohl schon wieder vergessen.

Die aktuellen Preisentwicklungen sind in unserem Preis-Chart sehr gut erkennbar, da alle drei Kraftstoffsorten erst heute neue Langzeittiefs erreicht haben. Der gemittelte Dieselpreis ist zuletzt auf einen Stand von 1,125 Cent/Liter und somit auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli 2017 gesunken. Fahrzeugbesitzer mit „Benzinern“ freuen sich derzeit noch mehr, da die Durchschnittspreise beider Benzinsorten auf ein Niveau gesunken sind, die zuletzt im Ende März 2016 vorhanden waren.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,125 €uro je Liter
- Super: 1,279 €uro je Liter
- E10: 1,251 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/l zu 1,409 €/l (+ 41 ct/l)
- Super: 1,129 €/l zu 1,649€/l (+ 52 ct/l)
- E10: 1,099 €/l zu 1,619 €/l (+ 52 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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