Diesel- und Benzinpreise zurück in der Abwärtsbewegung

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Vorgaben für die Kraftstoffpreise haben wieder gedreht, so dass die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen seit Wochenbeginn um rund 0,4 Cent/Liter gesunken sind, nachdem sie am vergangenen Wochenende deutlich zugelegt hatten. An den im Tagesverlauf niedrigsten Preisen an den günstigsten Tankstellen hat sich jedoch nichts verändert. Weiterhin kann Diesel zwischen 18.00 und 20.00 Uhr für 88,9 Cent/Liter und Benzin (E5) für 1,159 €/Liter getankt werden. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER hält sich zurzeit stabil bei rund 26,5 Cent je Liter.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 0,991 €uro je Liter
- Super: 1,258 €uro je Liter
- E10: 1,240 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,889 €/l zu 1,189 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,159 €/l zu 1,449 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,139 €/l zu 1,429 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Es sieht so aus als würden die Ölpreise in den kommenden Tagen wieder durch die preisdrückenden Fundamentaldaten bestimmt. Zumindest konnte sich der spekulationsbedingte, spürbare Anstieg der Ölnotierungen aus der vergangenen Woche vorerst nicht weiter fortsetzen. Die maßgebenden Daten belasten die Ölpreise einfach zu deutlich als dass sich ein nachhaltiger Anstieg rechtfertigen lassen würde. Zudem kommen immer neue bärische Meldungen hinzu.

Neben der bekannten Überversorgung des Ölmarktes und der geplanten Ausweitung der Ölförderung einiger OPEC-Mitglieder, rückt aktuell wieder die schwache Wirtschaftsentwicklung Chinas in den Fokus. Diese lässt eine sinkende Nachfrage nach Rohöl erwarten und belastet somit die Ölpreise. Darüber hinaus wird in dieser Woche ein weiterer Anstieg der zum Bersten gefüllten US-Öllager erwartet. So erwarten Analysten, dass die auf Rekordniveau liegenden Lagerbestände weiter ausgebaut werden. Die offiziellen Daten des US-Energieministerium DOE werden am Mittwochabend veröffentlichen.

Aufgrund dieser Nachrichten verließ die Spekulanten an den Rohstoffbörsen wieder der Mut und die Ölpreise setzten auch auf den heutigen Mittwoch die Abwärtsbewegung der laufenden Woche weiter fort. Insgesamt gab die europäische Leitsorte BRENT seit Wochenbeginn um 2,3 $/b nach und notierte somit am Mittwochmorgen bei 32,4 Dollar/Barrel. Die US-Sorte WTI gab im gleichen Zeitraum sogar um massive 4,2 $/b nach und wurde am Mittwochmorgen mit 29,7 Dollar/Barrel wieder unter der 30-Dollar-Marke gehandelt.

Der €uro kann zurzeit von den schwächelnden Konjunkturdaten in China und den USA profitieren. Zudem sorgen auch die niedrigen Arbeitslosenzahlen in der EU dafür, dass die Gemeinschaftswährung aktuell bei über 1,09 $/€ steht. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise somit wieder verbraucherfreundlich aus und Autofahrer können sich im Wochenverlauf auf weiter fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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