Diesel- und Benzinpreise weiter gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Der erwartete kräftige Rückgang der Kraftstoffpreise blieb an Wochenende zunächst aus, obwohl die Rohölpreise in den letzten Tagen um rund zehn Prozent eingebrochen sind. Dennoch haben sich die Spritpreise, nach einem kurzen Anstieg am Samstag, insgesamt weiter nach unten bewegt. Dabei fiel der Rückgang der durchschnittlichen Dieselpreise mit knapp 0,7 Cent/Liter erneut deutlicher aus als die Preisnachlässe der gemittelten Benzinpreise, die lediglich um rund 0,5 Cent/Liter nachgaben.

Auffällig ist, dass sich der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Angeboten an den deutschen Tankstellen, auf 33 bzw. 36 Cent/Liter deutlich verringert hat. Dabei bleiben die günstigsten Diesel- und Benzinpreise, die seit Monaten zwischen 18.00 und 19.00 Uhr an den günstigsten Tankstellen für 1,229 €uro/Liter (SUPER) bzw. für 1,059 €uro/Liter (Diesel) getankt werden können, erneut konstant. Lediglich die im Tagesverlauf höchsten Spritpreise an den teuersten Tankstellen sanken in den letzten Tagen um deutliche vier Cent je Liter.

Wer vom Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt profitieren möchte, der sollte darauf achten, wann er welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,183 €uro je Liter
- Super: 1,381 €uro je Liter
- E10: 1,359 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,389 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,589 €/l (+ 36 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,569 €/l (+ 36 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Zum Ende der vergangenen Woche hatten sich die Ölpreise zunächst etwas von den kräftigen Preisrückgängen der Vortages erholt, drehten dann aber wieder ins Minus und weiteten ihre Verluste bis zum Handelsschluss sogar noch aus. Zum Start der neuen Woche stabilisierten sich die Ölpreise dann auf dem nun jedoch deutlich niedrigeren Preislevel. Beide Rohöl-Leitsorten legten zum Wochenstart mit rund 0,1 Dollar/Barrel minimal zu. BRENT stand somit am Dienstagmorgen bei 51,3 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 48,4 Dollar/Barrel gehandelt.

Das anhaltend hohe Angebot auf dem Weltölmarkt, an dem anscheinend auch die Förderkürzung der OPEC weniger verändert hat als erwartet wurde, hat die Ölpreise in der letzten Woche massiv unter Druck gesetzt. So begründeten auch Händler den jüngsten Preisrutsch mit der Skepsis, ob die Kürzung der OPEC-Ölfördermengen ausgereicht hat, um die seit 2014 bestehende Überversorgung des Weltölmarktes zu beenden.

Zum einen sind die globalen Öllager seit Inkrafttreten der Produktionskürzungen des Ölkartells gestiegen und halten in den letzten Wochen das hohe Niveau. Darüber hinaus scheint der US-Ölmarkt die Lücke, die durch die OPEC-Förderkürzung entstanden ist, zu weiten Teilen schließen zu können. Zumindest steigen in den USA die Investitionen in Ölprojekte, die Ölförderung und auch wieder die Zahl der aktiven Bohranlagen.

Verstärkt wird der Druck auf die Ölpreise zudem durch kritische Äußerungen des saudi-arabischen Ölminister zur Verlängerung der OPEC-Förderobergrenze. Derzeit sieht es nicht so aus als wolle der OPEC-Leader, der zurzeit den größten Anteil an der Förderkürzung trägt und gleichzeitig die niedrigsten Förderkosten hat, die bis Ende Juni festgelegte Förderobergrenze weiter fortführen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die US-Schieferölförderung von der Förderkürzung profitiert und sich weiterhin so gut entwickelt, dass sie dem Ölkartell Marktanteile abnimmt.

Am Devisenmarkt legte der €uro zunächst überraschend gegen den US-Dollar zu, konnten seine Gewinne aber nicht lange halten. Dies konnte erwartet werden, denn eine weitere Zinsanhebung durch die US-Notenbank FED gilt noch in dieser Woche als sicher. Auch wenn dies den Druck auf die Europäische Zentralbank erhöht, gibt es von Seiten der EZB bisher keinerlei Aussagen, die für einen Kurswechsel ihrer Geldpolitik sprechen.

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