Diesel- und Benzinpreise leicht gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nach einem kleinen Plus am Sonntag haben die Diesel- und Benzinpreise am Montag wieder nachgegeben. Insgesamt setzt sich somit der Preisrückgang an den deutschen Tankstellen weiter fort. Die Spritpreise sind innerhalb von einer Woche um rund zwei Cent je Liter gefallen, haben jedoch für den weiteren Wochenverlauf noch Potential nach unten.

Der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen ist mit bis zu 37 Cent/Liter gestern auf den tiefsten Stand im April gesunken. Dies ist jedoch hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass die Preise zu den teuersten Tankzeitpunkten gesunken sind. Die Spritpreise zu den günstigsten Tankzeitpunkten sind seit Jahresbeginn nahezu unverändert. So kann an den günstigsten Tankstellen Diesel zurzeit für 1,04 €uro/Liter und Benzin für 1,22 €uro/Liter getankt werden.

Verbraucher haben es selbst in der Hand vom Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt zu profitieren in dem sie darauf achten, wann sie welche Tankstelle ansteuern. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,182 €uro je Liter
- Super: 1,401 €uro je Liter
- E10: 1,380 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,049 €/l zu 1,399 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,599 €/l (+ 37 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,579 €/l (+ 37 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Ölpreise sind zum Wochenstart weiter gefallen. Dabei gab die Nordsee-Ölsorte BRENT um weitere 0,5 $/b nach und notierte am Dienstagmorgen bei 51,8 Dollar/Barrel. Auch die US-Ölsorte WTI sank um weitere 0,5 $/b und wurde am Dienstagmorgen mit 49,4 Dollar/Barrel wieder klar unter der 50-Dollar-Marke gehandelt.

Das beherrschende Thema am Ölmarkt bleibt das hohe Angebot an Rohöl. Neben der steigenden US-Ölförderung und den anhaltend hohen Öllagerbeständen sorgte zuletzt auch ein Rückgang von Spekulationen auf eine Verlängerung der OPEC- Förderkürzung, welche die Ölpreise im April zunächst spürbar gestützt hatten, für fallende Rohölpreise. Anfang April war die Zuversicht der Händler massiv gestiegen, dass die OPEC ihre zunächst nur bis Juli beschlossene Förderobergrenze in die zweite Jahreshälfte verlängern wird. Aktuell scheint die Entscheidung jedoch wieder offen zu sein.

Für eine Verlängerung sprechen würde, dass das Ölkartell die Ziele, die mit der Förderkürzung angestrebt wurden bisher nicht erreichen konnte. Andererseits ist eine Verlängerung der Förderobergrenze nur mit Saudi-Arabien umsetzbar und hier äußerten sich Vertreter zuletzt kritisch darüber, dass von der Angebotsverknappung bisher vor allem die US-Schieferölförderung profitiert zu haben scheint.

Zudem könnte eine Verlängerung der Förderkürzung zur Stärkung des Irans, dem regionalen, politischen Erzrivalen der Saudis führen. Eine Entscheidung zur Verlängerung der Förderobergrenze wird das Ölkartell vermutlich auf dem nächsten regulären OPEC-Meeting Ende Mai treffen.

Leicht preisstützend wirkte am Ölmarkt zuletzt der schwächere Dollarkurs, der aufgrund der ersten Runde bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich spürbar gegen den €uro nachgeben musste. Außerdem sorgt die klare Favoritenrolle des europafreundlichen Emmanuel Macron bei der in knapp zwei Wochen anstehenden Stichwahl für gute Stimmung an den Börsen, was ebenfalls Druck von den Ölpreisen genommen hat.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise jedoch weiterhin verbraucherfreundlich aus, so dass sich Autofahrer in den kommenden Tagen über weiter fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können sollten.

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