Diesel- und Benzinpreise leicht gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Kraftstoffpreise haben sich in den letzten Tagen leicht nach unten bewegt. Dabei gaben die durchschnittlichen Benzinpreise mit rund 0,2 Cent/Liter deutlicher nach als die gemittelten Dieselpreise, die nur um knapp 0,1 Cent/Liter gesunken waren. Dennoch liegt der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten Diesel und SUPER (E5) mit aktuell gut 21 Cent/Liter weiterhin auf dem höchsten Stand seit Oktober 2016.

Wie bereits seit elf Wochen, konnte auch gestern wieder zwischen 18.00 und 19.00 Uhr an den günstigsten Tankstellen SUPER (E5) für 1,229 €uro/Liter getankt werden. Und auch die günstigsten Dieselpreise halten sich seit elf Wochen bei 1,059 €uro/Liter. Wer hingegen die im Tagesverlauf teuersten Tankstellen ansteuerte, der musste gestern bis zu 1,439 €uro für den Liter Diesel und bis zu 1,649 €/Liter für SUPER (E5) bezahlen. Wer also beim Tanken sparen möchte, der sollte einen Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche werfen.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,196 €uro je Liter

- Super: 1,408 €uro je Liter

- E10: 1,389 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,059 €/L zu 1,439 €/L (+ 38 ct/L)

- Super: 1,229 €/L zu 1,649 €/L (+ 42 ct/L)

- E10: 1,209 €/L zu 1,629 €/L (+ 42 ct/L)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Vom Ölmarkt gibt es zurzeit wenig Neues zu berichten. Und da in den USA gestern noch der President`s Day gefeiert wurde und die Wallstreet somit geschlossen blieb, ergab sich gestern ein impulsarmer und umsatzschwacher Handelstag. Seit Wochenbeginn legten die beiden Rohöl-Leitsorten dennoch leicht zu. Die Nordsee-Ölsorte BRENT kletterte insgesamt um rund 0,5 $/b und stand am Morgen bei rund 56,3 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI legte mit gut 0,2 $/b nur halb so stark zu und wurde am Dienstagmorgen bei 53,7 Dollar/Barrel gehandelt.

Zwei gegenläufige Preisfaktoren bestimmen zurzeit die Entwicklung der Ölpreise. Auf der einen Seite hat die überraschend problemlose Umsetzung der OPEC-Förderreduzierung die Ölpreise auf ein höheres Preisniveau gehoben. Auf der anderen Seite deckeln die Entwicklungen auf dem US-Ölmarkt den Anstieg der Ölpreise, weil die Investitionen in Ölprojekte, die Ölbohraktivitäten und die Ölförderung in den USA steigen.

Die jüngste Entwicklung bei den US-Öllagern, die in der vergangenen Woche mit insgesamt gut 947 Mio. Barrel auf ein neues Allzeithoch gestiegen sind, lässt bei einigen Marktbeobachtern Zweifel daran aufkommen, ob es der OPEC durch die jüngste Förderreduzierung gelungen ist, das Angebot auf dem Weltölmarkt signifikant zu verringern. Andere Analysten sind hingegen der Meinung, dass sich die Förderreduzierung der OPEC in Höhe von rund 1,5 Mio. Barrel bisher noch nicht deutlich genug auf die Ölpreise ausgewirkt hat, weil der Anstieg der US-Ölförderung die OPEC-Kürzung bei weitem nicht kompensieren kann.

So oder so stehen die global sehr gut gefüllten Öllager weiterhin einen Anstieg der Ölpreise verhindern. Daher richtet sich der Fokus der Börsenhändler zurzeit auf die Öllagerbestände. Diese waren in den USA und auch in China aufgrund von wachsenden Ölimporten zuletzt spürbar angestiegen. Sollten die Öllager in den kommenden Wochen allerdings zurückgehen, so würde dies einen Anstieg der Ölpreise begünstigen.

Darüber hinaus könnten die Ölpreise dadurch gestützt werden, dass die OPEC die Einhaltung der aktuellen Förderobergrenze verlängert. Zumindest denken  Vertreter des Ölkartells wohl über einen solchen Schritt nach und werden sich Ende Mai treffen um über die Auswirkungen der Förderkürzung und die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu sprechen. Es ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass sich die OPEC hier frühzeitig in die Karten schauen lassen wird, denn die Aussicht auf eine steigende Ölförderung in der zweiten Jahreshälfte sorgt zurzeit dafür, dass die Schieferölförderung in den USA noch keinen erneuten Boom erlebt.

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