Diesel- und Benzinpreise leicht gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Verlauf der Woche sind die Spritpreise an den deutschen Tankstellen wieder leicht gesunken. Insgesamt gaben die Benzinpreise zwischen Montag und Donnerstag um 0,5 Cent/Liter nach und die Dieselpreise gingen um gut 0,2 Cent/Liter zurück.

Die zuvor bereits hohe Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen ist in den letzten Tagen noch weiter gestiegen. Zudem bleibt auffällig, dass die Preisdifferenz für Diesel mit 36 Cent/Liter aktuell deutlich geringer ist als der Preisunterschied bei den Benzinpreisen in Höhe von 43 Cent/Liter. Dies ist darauf zurückzuführen, dass vor allem die im Tagesverlauf teuersten Benzinpreise stetig weiter anziehen.

Besonders für Fahrer von Benzin-PKWs bedeutet dies, dass es sich lohnt darauf zu achten wann sie welche Tankstelle ansteuern. Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,192 €uro je Liter
- Super: 1,397 €uro je Liter
- E10: 1,378 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,419 €/l (+ 36 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,659 €/l (+ 43 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,639 €/l (+ 43 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche sind die Ölpreise in Summe leicht gesunken. Zwar ziehen die Ölpreise seit Wochenmitte wieder an, da der Rückgang vom Wochenstart jedoch so deutlich ausgefallen war, ist bei der Gesamtbetrachtung der Woche ein leichtes Minus bei den Ölnotierungen zu verzeichnen. So ging die Nordsee-Ölsorte BRENT im Wochenrückblick um insgesamt 1,2 $/b zurück und stand somit am heutigen Freitagmorgen bei 55,8 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI gab im selben Zeitraum mit 0,9 $/b etwas weniger nach und wurde am Freitagmorgen bei 53,1 Dollar/Barrel gehandelt.

Der US-Ölmarkt setzt die Ölpreise zurzeit unter Druck. Neben der steigenden Ölförderung und den anziehenden Ölbohraktivitäten sorgten in dieser Woche auch die neuen Öllagerdaten der USA für bärische Impulse. So meldete das Department of Energy (DOE) einen erneuten kräftigen Aufbau der US-Öllagerbestände in Höhe von 12,9 Mio. Barrel. Dabei fiel in der vergangenen Woche vor allem der massive Anstieg der Rohöllager um 13,8 Mio. Barrel ins Gewicht, der auf kräftig gestiegene Rohölimporte zurückzuführen ist.

Zum ersten Mal seit September 2016 sind die US-Rohöllager somit wieder über 500 Mio. Barrel geklettert. Die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) waren in der vergangenen Woche zwar um insgesamt 0,9 Mio. Barrel gesunken, dennoch nähern sich die gesamten US-Öllager mit aktuell 935,5 Mio. Barrel dem Rekordhoch von 942 Mio. Barrel, welches  im April des vergangenen Jahres zu verzeichnen war. Alleine in den vergangen sechs Wochen sind die US-Öllagerbestände um enorme 70,7 Mio. Barrel angewachsen.

Gestützt wurden die Ölpreise in der zweiten Wochenhälfte hauptsächlich durch eine Prognsse der US-Investmentbank Goldman Sachs zur weiteren Entwicklung des Ölangebots auf dem Weltmarkt. So geht die Bank davon aus, dass die Förderreduzierung der OPEC und Russlands bereits in den kommenden Monaten zu einem Angebotsdefizit an Rohöl führen wird und die Preise daher deutlich anziehen könnten. Diese Prognose sorgte dafür, dass der vorherige Rückgang der Ölpreise beendet wurde und die Preise wieder zulegten.

Genau wie am Ölmarkt gibt es zurzeit auch recht wenig Bewegung beim €uro-Dollar-Wechselkurs. Allerdings scheint hier die zukünftige Entwicklung klarer zu sein, denn Die gegensätzliche Geldpolitik der Notenbanken in den USA und Europa sorgt dafür, dass der €uro in den kommenden Monaten wohl weiter gegen den Dollar nachgeben wird.

Für die Entwicklung der Spritpreise am kommenden Wochenende fallen die Vorgaben recht neutral aus. Autofahrer können sich daher in den nächsten Tagen auf stabile bis leicht anziehende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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