Diesel- und Benzinpreise leicht gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Erwartungsgemäß sind die Diesel- und Benzinpreise am vergangenen Wochenende gestiegen. Wie so häufig war zum Wochenstart dann wieder ein leichter Rückgang der Kraftstoffpreise an den heimischen Tankstellen feststellbar. Dennoch legten die gemittelten Benzinpreise zwischen Donnerstag und Montag um gut 0,4 Cent/Liter. Die durchschnittlichen Dieselpreise kletterten im gleichen Zeitraum sogar um 0,9 Cent/Liter. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Angebote an den heimischen Zapfsäulen hat sich am Montag auf bis zu 32 Cent/Liter verringert. Wer dieses lohnende Sparpotential beim Tanken ausnutzen möchte, der findet bei uns wie gewohnt, die jeweils aktuell günstigste Tankstelle in seiner Umgebung.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,109 €uro je Liter
- Super: 1,324 €uro je Liter
- E10: 1,306 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/L zu 1,309 €/L (+ 32 ct/L)
- Super: 1,209 €/L zu 1,519 €/L (+ 31 ct/L)
- E10: 1,189 €/L zu 1,499 €/L (+ 31 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Rohölpreise haben sich in den letzten Tagen kaum verändert. Zum Ende der vergangenen Woche waren die Ölpreise zunächst spürbar gefallen, haben dann jedoch zum Wochenstart ebenso deutlich zugelegt. Daher standen die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI am heutigen Dienstagmorgen mit 47,1 bzw. 45,8 Dollar/Barrel fast unverändert auf dem Preisniveau vom vergangenen Donnerstag.

Die in der vergangenen Woche preisstützend ausgefallenen Daten aus den USA waren am Ölmarkt schnell verarbeitet. Sowohl der schwächere US-Dollar wie auch die erneut überraschend deutlich gesunkenen US-Öllagerdaten übten daher ab Freitagmittag keinen Druck mehr auf die Ölpreise aus und Händler wendeten sich wieder dem weiterhin im Fokus stehenden OPEC-Meeting zu. Da OPEC-Leader Saudi-Arabien einer Förderbegrenzung weiterhin nur zustimmen will, wenn auch der Iran seine Ölförderung auf dem jetzigen Level einfriert, dies jedoch von iranischer Seite klar verneint wird, erwarten die Saudis keine Einigung bei dem in dieser Woche stattfindende OPEC-Treffen in Algerien.

Insgesamt bleibt die Stimmung am Ölmarkt daher eher gedrückt und viele Analysten rechnen mit tendenziell sinkenden Ölpreisen, weil der Weltölmarkt weiterhin überversorgt ist und viele Ölförderländer innerhalb und außerhalb der OPEC ihre Fördermengen zuletzt stetig ausgeweitet haben oder weitere Fördererhöhungen planen. Es sieht daher zurzeit nicht so aus, als müsste man in diesem Jahr noch mit einem Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage am Weltölmarkt rechnen. Zudem werden die sich hartnäckig haltenden Spekulationen über einen preisstützenden Markteingriff der OPEC ab Morgen wohl ein Ende finden, wenn das informelle Meeting der OPEC der Vergangenheit angehört und das von nahezu alle Marktbeobachtern prognostizierte Scheitern der Verhandlungen eingetreten ist. Man darf jedoch gespannt sein, wie deutlich sich ein solches Scheitern auf die Ölpreise auswirken wird.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise fallen zurzeit recht neutral aus. Autofahrer können sich daher im weiteren Wochenverlauf wohl auf stabile bis leicht steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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