Diesel- und Benzinpreise legten zuletzt leicht zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

In der ersten Juli-Woche sind die Spritpreise an den deutschen Tankstellen leicht gestiegen, nachdem sie in den Wochen zuvor deutlich gefallen waren. Trotz des leichten Anstieges befinden sich die Diesel- und Benzinpreise weiterhin auf einem günstigen Preislevel und entlasten zurzeit die Urlaubskassen vieler Reisender.

Die magische Grenze bei Diesel von einem €uro pro Liter konnte in dieser Woche jedoch auch an den günstigsten Tankstellen nicht weiter unterboten werden. So kostete Diesel an den günstigsten Tankstellen gestern wieder 1,009 €uro/Liter und Benzin (Super E5) konnte im günstigsten Fall nur noch für 1,239 €uro/Liter getankt werden. An den teuersten Tankstellen kletterten die Preise für Diesel auf bis zu 1,339 €uro/Liter und die Benzinpreise legten auf 1,559 €uro/Liter zu.

Dass die Kraftstoffpreise zurzeit insgesamt sehr günstig sind, bedeutet jedoch nicht, dass man automatisch immer günstig tankt. Dafür muss man weiterhin darauf achten wann man tankt und welche Tankstelle man ansteuert. Wer zurzeit eine längere Strecke mit dem Auto zurücklegen möchte, der sollte z.B. prüfen wie viel günstiger Tankstellen sind, die nur wenige Kilometer von der Autobahn entfernt liegen.

Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,121 €uro je Liter
- Super: 1,342 €uro je Liter
- E10: 1,322 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,339 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,239 €/l zu 1,559 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,219 €/l zu 1,539 €/l (+ 32 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nachdem die Ölpreise in den zurückliegenden zwei Wochen um rund zehn Prozent gestiegen sind, haben sie am Mittwoch deutlich nach unten korrigiert. Heute Morgen im frühen Handel erholten sich die Ölpreise zwar wieder leicht von den Vortagesverlusten, dennoch gab die Nordsee-Ölsorte BRENT auf den heutigen Donnerstag um 1,2 $/b nach und wurde am Morgen bei 48,4 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI ging ebenfalls um deutliche 1,3 $/b zurück und notierte am Donnerstagmorgen bei 45,7 Dollar/Barrel.

Nach dem Erreichen des Jahrestiefs vor rund zwei Wochen haben die Ölpreise zu einer anhaltenden Erholungsphase angesetzt. Viele Händler hatten bei den zuvor massiv eingebrochenen Ölpreisen darauf gewartet, dass die Stimmung dreht und die Ölpreise in die Gewinnzone kommen. Jetzt, wo die Rohölpreise um gut zehn Prozent zugelegt haben, setzen Gewinnmitnahmen ein und die Ölpreise korrigieren wieder nach unten. Allerdings musste auch zuvor kein massiver Preisausbruch nach oben befürchtet werden, denn viele US-Schieferölproduzenten werden bei stark steigenden Ölpreisen, ihre Förderung wieder hoch fahren und das Angebot somit wieder erhöhen.

Der Weltölmarkt wird daher weiterhin durch das anhaltende Überangebot an Rohöl bestimmt., besonders weil sich die Fundamentaldaten am Ölmarkt in den letzten Wochen nicht verändert haben. Weiterhin bezweifeln viele Marktbeobachter dass die OPEC die Überversorgung des Ölmarktes beenden kann oder aufgrund der damit verbundenen Konsequenzen beenden will. Zudem ist die Ölförderung des Kartells im Juni insgesamt gestiegen, weil Libyen und Nigeria ihre Ölproduktion deutlich erhöhen konnten. Die beiden OPEC-Mitglieder sind derzeit von den beschlossenen Förderbeschränkungen des Ölkartells ausgenommen.

Die neuen offiziellen Daten vom US-Ölmarkt werden aufgrund eines Feiertages erst heute Nachmittag erwartet. Auch wenn Analysten einen Rückgang der Lagerbestände erwarten, hält der US-Ölmarkt die Ölpreise insgesamt unter Druck. Die sich ausweitenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea spielen am Weltölmarkt zurzeit hingegen keine Rolle.

Der €uro hält sich gegen die Ölwährung US-Dollar weiterhin recht auf einem der höchsten Stände der vergangenen zwölf Monate. Da die Ölpreise zuletzt wieder nachgegeben haben, fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise in den kommenden Tagen daher leicht preisdrückend aus, so dass sich Autofahrer wohl auf stabile bis leicht fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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