Diesel- und Benzinpreise legten weiter zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen sind im Verlauf der zurückliegenden Woche insgesamt weiter gestiegen. Zwar waren ab Mitte der Woche auch Preisrückgänge zu verzeichnen, der Anstieg vom Wochenstart war jedoch so kräftig ausgefallen, dass die Dieselpreise am Donnerstag im Durchschnitt knapp 0,9 Cent/Liter teurer waren als am Montag und die gemittelten Benzinpreise um knapp 0,4 Cent/Liter gestiegen sind.

Der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) ist somit weiter gefallen und liegt mit aktuell 18,5 Cent/Liter auf dem niedrigsten Stand seit März 2015. Die Preisdifferenz zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen liegt weiterhin bei bis zu 37 Cent/Liter, was verdeutlicht dass es sich zurzeit wieder besonders lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,185 €uro je Liter
- Super: 1,369 €uro je Liter
- E10: 1,351 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,419 €/l (+ 36 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,599 €/l (+ 37 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,579 €/l (+ 37 ct/l)

 

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an. Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten günstig getankt werden. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils günstigste Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Auf Wochensicht betrachtet haben sich die Ölpreise kaum unverändert. Genau wie am Freitag der vergangenen Woche stand die Nordsee-Ölsorte BRENT am heutigen Freitagmorgen bei knapp 54,1 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde mit 51 Dollar/Barrel gehandelt auch nur 0,2 $/b leichter gehandelt als noch vor einer Woche. Allerdings waren die Ölnotierungen zum Wochenbeginn zunächst kräftig gestiegen, hatten dann im weiteren Wochenverlauf jedoch stetig nachgegeben.

Am Mittwoch hatte das Department of Energy (DOE) die neuen US-Öllagerdaten veröffentlicht, die jedoch kaum Überraschungen oder stärkere Impulse für den Ölhandel brachten. So wurde in der letzten Woche ein erneuter Rückgang der amerikanischen Rohöllager um 2,6 Mio. Barrel bekannt gegeben. Im Unterschied zu den vergangenen Wochen war dieses Mal allerdings auch ein Rückgang bei den Lagerbeständen der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) in Höhe von 0,3 Mio. Barrel zu verzeichnen. Daher war insgesamt ein Abbau der US-Öllager auf nunmehr 869 Mio. Barrel feststellbar.

Die deutlich stärkeren Impulse kamen in dieser Woche jedoch vom Devisenmarkt, wo der Dollar erneut kräftig zulegte, nachdem die US-Notenbank FED den Leitzins weiter angehoben hatte. Da Öl weltweit in Dollar gehandelt wird, ist das Produkt Rohöl für Anleger weniger interessant wenn der Dollar steigt, daher sinkt an den Börsen die Nachfrage und die Ölpreise geraten unter Druck.

Diese Reaktion konnte auch in dieser Woche wieder beobachtet werden, als die US-Notenbank FED zum ersten Mal seit einem Jahr den Leitzins angehoben und darüber hinaus angekündigt hatte, dass man im kommenden Jahr drei weitere Zinsanhebungen vornehmen wolle. Damit erhöht die FED das Tempo bei der Erhöhung der US-Leitzinsen deutlich und plant bis Ende 2019 den Leitzins auf 2,9 Prozent gesteigert zu haben. Als Gründe für diese Schritte nannte Fed-Chefin Janet Yellen die gute Beschäftigungslage in den USA und die gestiegene Inflation. An der Wall Street hielt sich die Freude über die Zinserhöhung in Grenzen. Am Devisenmarkt legte der Dollar kräftig zu, so dass der €uro gegen den Dollar mit unter 1,05 Dollar/€uro auf den tiefsten Stand seit fast 14 Jahren fiel.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise fallen für die kommenden Tage recht neutral aus, weshalb sich Autofahrer am Wochenende auf stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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