Diesel- und Benzinpreise legten kräftig zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am vergangenen Sonntag haben die durchschnittlichen Dieselpreise an den heimischen Tankstellen zum ersten Mal seit knapp einem Jahr wieder die Marke von 1,16 €uro/Liter überschritten. Die Benzinpreise übertrafen ihr Jahreshoch von Anfang Juni zwar weiterhin nicht, legten zuletzt aber ebenfalls spürbar zu. Insgesamt sind die Dieselpreise in den vergangenen Wochen aber sehr viel deutlicher angestiegen als die Benzinpreise, was dazu geführt hat, dass der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten auf 19,5 Cent/Liter gesunken ist.

Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Angeboten an den heimischen Zapfsäulen liegt aktuell bei 33 Cent/Liter. Wer dieses lohnende Sparpotential beim Tanken ausnutzen möchte, der findet bei uns wie gewohnt, die jeweils aktuell günstigste Tankstelle in seiner Umgebung.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,157 €uro je Liter
- Super: 1,352 €uro je Liter
- E10: 1,333 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,039 €/L zu 1,369 €/L (+ 33 ct/L)
- Super: 1,239 €/L zu 1,569 €/L (+ 33 ct/L)
- E10: 1,219 €/L zu 1,549 €/L (+ 33 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Nach dem rapiden Preisanstieg von Anfang bis Mitte Oktober, sind die Ölpreise nun wieder in ruhigeres Fahrwasser gelangt. Zwar gab es Freitag und Montag leichte Preisbewegungen nach oben und nach unten, insgesamt haben sich die Rohölpreise jedoch wenig verändert. Zwischen Donnerstag und Dienstagmorgen ist die europäische Ölsorte BRENT um einen Dollar je Barrel gesunken und stand somit am Dienstagmorgen bei 51,4 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI gab im selben Zeitraum um 0,7 $/b nach und notierte am Dienstagmorgen mit 50,6 Dollar/Barrel weiterhin knapp über der 50-Dollar-Marke.

Für preisdämpfende Impulse am Ölmarkt hatte der zuletzt spürbar an Wert zulegende US-Dollar gesorgt. So war der €uro am Dienstagmorgen mit unter 1,09 €/$ auf einen der niedrigsten Stände des laufenden Jahres gefallen. Der Grund für die Dollarstärke ist in der hohen Wahrscheinlichkeit zu finden, dass die US-Notenbank FED noch in diesem Jahr einen weiteren Schritt bei der Leitzinsanhebung in den USA machen wird. Da Rohöl weltweit in Dollar gehandelt wird, sinkt die globale Ölnachfrage im Handel außerhalb des Dollarraums, da sich Öl dort aufgrund der Währungsverluste verteuert.

Darüber hinaus bestehen weiterhin massive Zweifel an der Umsetzung der geplanten Förderobergrenze der OPEC, weil einige OPEC-Mitglieder weiterhin an einer Ausweitung ihrer Ölförderung festhalten wollen und darauf hoffen, das für sie eine Ausnahmeregelung getroffen wird, die es z.B. dem Irak, Iran, Venezuela oder Nigeria erlaubt sich nicht oder nur im geringen Umfang an der Förderkürzung zu beteiligen. Sollte es die OPEC bis zum nächsten offiziellen Treffen Ende November nicht geschafft haben verbindliche Förderquoten für alle OPEC-Mitglied festzulegen, dann könnte dies die Ölpreise unter massiven Abgabedruck setzen. Die beschlossene Ölförder-Obergrenze der OPEC, die das Ölkartell zusammen mit Russland erreichen will, bleibt daher aktuell eines der wichtigsten Themen am Ölmarkt.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise sind zuletzt leicht preisdrückend ausgefallen. Zwar sind die Ölpreise zurückgegangen, da aber der €uro gegen die Ölwährung Dollar deutlich an Wert verloren hat, kommt der Rohöl-Preisrückgang nur teilweise an den heimischen Tankstellen an. Dennoch können sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl auf leicht nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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