Diesel- und Benzinpreise klettern auf 11-Monatshoch | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 22.01.2026

um 09:16 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Benzinpreise - Trends und Prognosen

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen sind am vergangenen Wochenende auf den höchsten Stand seit elf Monaten gestiegen. In der ersten Hälfte der laufenden Woche gaben die Spritpreise etwas nach, dennoch verzeichnen die Benzinpreise (SUPER E5) seit Jahresbeginn einen Anstieg von 8,0 Cent/Liter und die Dieselpreise sind rund 9,5 Cent/Liter im Plus. Aktuell kostet ein Liter Benzin im bundesweiten Durchschnitt 1,787 €uro und ein Liter Diesel kann im Mittel für 1,685 €uro getankt werden. Die durchschnittliche Preisdifferenz zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin ist somit auf 10,2 Cent/Liter gesunken.

Die massiven Preiserhöhungen zum Jahresstart sind ungewöhnlich und haben auch das Bundeskartellamt alarmiert. Zwar haben sich die Preisvorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt in diesem Jahr verschlechtert und auch die CO2-Abgabe hat sich zum Jahreswechsel erhöht, allerdings lässt sich der jüngste Preisanstieg damit nicht vollständig erklären. Aber nicht nur die Tankstellenbetreiber verdienen gutes Geld mit dem Kraftstoffverkauf, auch der Staat greift tief in die Taschen der Autofahrer. So lag die gesamte Steuer- und Abgabebelastung im Jahr 2025 bei ca. 55-62% des Endpreises. An jedem Liter Benzin hat der Staat durch Energiesteuer, Co2-Abgabe und Mehrwertsteuer knapp 1,10 €uro eingenommen und mit jedem Liter Diesel ca. 0,90 €uro.

Autofahrer leisten damit einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung des Staates und des Klimaschutzes. Gleichzeitig wird es immer schwieriger beim Tanken Geld zu sparen, denn einerseits verändern sich die Spritpreise im Tagesverlauf erheblich und darüber hinaus sinken die Spritpreise nicht mehr kontinuierlich, sondern schwanken im Tagesverlauf auf und ab. Einer Preissenkung folgt an den meisten Tankstellen zunächst fast immer eine Preiserhöhung, bevor es dann wieder zu einem Preisrückgang kommt. Der Tagestiefstpreis tritt zwar an fast allen Tankstellen zwischen 17:00 und 22:00 Uhr auf, aber zwischendurch kommt es immer wieder zu deutlichen Preisanhebungen, sodass Autofahrer teilweise in der Mittagszeit günstiger tanken können als an schlechteren Zeitpunkten in den Abendstunden.

Verbraucher müssen daher gut informiert sein, um den Wettbewerb für sich nutzen zu können. Dabei helfen unsere Marktberichte und ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich. Dieser zeigt stets welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit, die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist. Und wer eine längere Fahrt über die Autobahn plant, kann beim Tanken besonders leicht Geld sparen, denn hier liegt die Ersparnis bei einem Umweg von rund zwei Kilometern runter von der Autobahn, häufig bei bis zu 60 Cent/Liter, wie unsere Suche nach der günstigsten Tankstelle entlang einer Route zeigt.

 

Benzinpreise - aktuelle Preisentwicklung

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,685 €uro je Liter

- Superbenzin (E5): 1,787 €uro je Liter

- Superbenzin (E10): 1,729 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,559 €/l zu 2,269 €/l (+ 71 ct/l)

- Superbenzin (E5): 1,669 €/l zu 2,369 €/l (+ 70 ct/l)

- Superbenzin (E10): 1,609 €/l zu 2,309 €/l (+ 70 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren, um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zurück