Diesel- und Benzinpreise gaben wieder nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Obwohl das Wochenende vor der Tür steht, sollten sich Autofahrer in den kommenden Tagen über weiter fallende Spritreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können. Zumindest lassen dies die zuletzt massiv eingebrochenen Preise am Weltölmarkt erwarten. Was den bisherigen Wochenverlauf betrifft, kann festgehalten werden, dass die durchschnittlichen Diesel- und Benzinpreise jeweils um rund 1,5 Cent/Liter gesunken sind.

Der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen ist auf maximal 35 Cent/Liter gesunken. Allerdings ist seit Monaten kaum eine Bewegung bei den günstigsten Spritpreisen zu erkennen, vielmehr variieren die Tankstellen lediglich ihre Preise zu den schlechten Kaufzeitpunkten.

Autofahrer, die lediglich darauf achten, dass sie immer zu einer günstigen Uhrzeit tanken fahren, bekommen daher womöglich an den Zapfsäulen kaum etwas von den zuletzt massiv eingebrochenen Ölpreisen mit. Es empfiehlt sich daher auch einen Vergleich der verschiedenen Tankstellen in der Umgebung zu machen. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,155 €uro je Liter
- Super: 1,373 €uro je Liter
- E10: 1,352 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,359 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,579 €/l (+ 35 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,559 €/l (+ 35 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nachdem sich die Ölpreise Ende April zunächst wieder stabilisiert hatten, wurde die Talfahrt der Ölpreise in der ersten Mai-Woche wieder aufgenommen und fand am gestrigen Donnerstag ihren bisherigen Höhepunkt. So brachen die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI auf den heutigen Freitag regelrecht ein. Die Nordsee-Ölsorte BRENT fiel um 3,4 $/b und wurde am Freitagmorgen mit 47,3 Dollar/Barrel zum ersten Mal seit November letzten Jahres wieder unter der 50-Dollar-Marke gehandelt. Auch die US-Ölsorte WTI brach um 3,3 $/b ein und stand am Freitagmorgen mit 44,4 Dollar/Barrel in der Nähe ihres Halbjahrestiefs.

Die beherrschenden Themen am Ölmarkt bleiben weiterhin die steigende Ölförderung in den USA, gepaart mit hohen Öllagerbeständen und auf der anderen Seite die Möglichkeit, dass die OPEC, die zunächst bis Juli geltende Förderobergrenze in das zweite Halbjahr hinein verlängert.

Zur Wochenmitte richteten sich die Blicke der Anleger wieder auf den US-Ölmarkt, für den das amerikanische Energieministerium die allwöchentlichen Zahlen bekannt gegeben hatte. Laut DOE war bei den US-Öllagerbeständen mit einem Rückgang von insgesamt 1,2 Mio. Barrel wenig Bewegung zu verzeichnen. Zwar sind die US-Rohöllager von ihrem Allzeithoch in Höhe von gut 543 Mio. Barrel innerhalb eines Jahres um rund drei Prozent gesunken. Dieser Rückgang muss jedoch vor dem Hintergrund der Angebotsverknappung der OPEC und elf weiterer Förderländer als gering eingestuft werden. Neben den Öllagerbeständen teilte das DOE mit, dass die US-Ölproduktion in der vergangenen Woche um weitere 0,3 Prozent auf 9,3 Mio. Barrel pro Tag gestiegen ist und somit den höchsten Stand seit Mitte 2015 erreicht hat.

Neben den Daten vom US-Ölmarkt übt die Zurückhaltung der OPEC und auch Russlands, die zunächst nur bis Juli beschlossene Förderobergrenze in die zweite Jahreshälfte hinein zu verlängern, Druck auf die Ölpreise aus. Obwohl die Ziele, die das Ölkartell mit der Förderkürzung angestrebt hatte, bisher nicht erreicht werden konnten, wollen sich wichtige Förderländern nicht auf eine Verlängerung der Vereinbarung festlegen. Für ein Ja und auch ein Nein gibt es derzeit jeweils Argumente. Eine Entscheidung zur Verlängerung der Förderobergrenze wird das Ölkartell vermutlich auf dem nächsten regulären OPEC-Meeting Ende Mai treffen.

Trotz des Preisrückgangs der letzten Tage fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise weiterhin verbraucherfreundlich aus. Autofahrer sollten sich daher auch am Wochenende über weiter fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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