Diesel- und Benzinpreise gaben im Wochenverlauf nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Verlauf der Woche sind die Spritpreise an den deutschen Tankstellen gesunken. Dabei haben die durchschnittlichen Dieselpreise mit gut 0,7 Cent/Liter deutlicher nachgegeben als die gemittelten Benzinpreise, die zwischen Montag und Donnerstag um gut 0,4 Cent/Liter zurückgingen. Seit Jahresbeginn sind die Dieselpreise mit rund 2,5 Cent/Liter mehr als doppelt so stark gesunken wie die Benzinpreise. Der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) hat sich somit auf gut 20 Cent/Liter erhöht.

Die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen ist in den letzten Tagen für Diesel gesunken und für Benzinprodukte gestiegen und liegt derzeit bei 36 bzw. 40 Cent/Liter. Der Grund für die unterschiedliche Veränderung liegt darin, dass bei allen Kraftstoffsorten sind die günstigsten Angebote an den heimischen Zapfsäulen in den letzten Tagen konstant geblieben, während die teuersten Preise sind für Benzin anzogen und für Diesel sanken.

Der hohe Preisunterschied zwischen den Tankstellen macht zurzeit wieder besonders deutlich, dass es sich lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. So kann ein Umweg von wenigen Kilometern mancherorts zu Ersparnissen von über 15 Cent/Liter führen. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,193 €uro je Liter
- Super: 1,394 €uro je Liter
- E10: 1,375 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,419 €/l (+ 36 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,629 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,609 €/l (+ 40 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Im Verlauf der Woche haben die Ölpreise nachgegeben. Dabei war der Kursverlauf nicht stetig nach unten gerichtet sondern schwankte hoch und runter, dennoch gaben die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI innerhalb von einer Woche um insgesamt 1,7 bzw. 1,6 Dollar/Barrel nach. Die Nordsee-Ölsorte BRENT standen somit am heutigen Freitagmorgen 54,3 $/b und die US-Ölsorte bei 51,5 Dollar/Barrel gehandelt.

Zur Wochenmitte hatten Aussagen der Internationalen Energieagentur (IEA) Druck auf die Ölpreise ausgeübt, weil der Chef der IEA gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg geäußert hatte, dass man von einem beachtlichen Anstieg der US-Ölförderung ausgehen könne, wenn die Ölpreise deutlich anziehen würden.

Zu diesem Thema hatte sich der saudische Ölminister allerdings schon zum Wochenbeginn positioniert und auch in Richtung US-Schieferölindustrie klar zu verstehen gegeben, dass die aktuelle Förderobergrenze der OPEC in der zweiten Jahreshälfte wohl wieder aufgehoben wird. Dies würde zu einer schlagartigen Angebots-Erhöhung auf dem Ölmarkt führen und die Ölpreise vermutlich wieder auf ein Preislevel fallen lassen, welches einige Schieferölförderer in die Verlustzone fallen lassen wird.

Der Tenor des größten OPEC-Mitgliedes ist somit klar. Erstmal wird man sich an die Förderreduzierung halten um die Ölpreise auf ein höheres Preislevel zu heben. Sollte dies jedoch zu einem erneuten Boom der Schieferölförderung in den USA führen, dann wird man den Preiskampf wohl wieder aufnehmen und für eine erneute Überversorgung des Weltölmarktes sorgen. Saudi-Arabien hatte in diesem Zusammenhang stets darauf hingewiesen, dass das Land die niedrigsten Förderkosten hat und den Wettbewerb daher nicht scheut.

Zum Wochenausklang und somit kurz vor der Amtseinführung von Donald Trump als 45. Präsidenten der USA hielten sich Anleger an den internationalen Börsen zurück, was sich auch Ölmarkt wiederspiegelte. So konnte selbst der überraschende Anstieg der amerikanischen Öllagerbestände die Ölpreise gestern kaum bewegen. Laut  DOE verzeichneten die gesamten US-Öllager einen erneuten Anstieg um 7,4 Mio. Barrel auf nunmehr 901 Mio. Barrel, nachdem sie  bereits in der Vorwoche massiv zugelegt hatten. Bei dem Anstiege  entfiel ein Anteil von 2,4 Mio. Barrel auf die Rohöllagerbestände und ein Ansteil von 5,0 Mio. Barrel auf die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin).

Insgesamt lassen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt erwarten, dass sich die Diesel- und Benzinpreise in den kommenden Tagen wenig verändern oder leicht nachgeben werden. Da jedoch das Wochenende vor der Tür steht, müssen sich Autofahrer wohl trotzdem auf leicht steigende Preise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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