Diesel- und Benzinpreise erneut leicht gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben zum Wochenstart erneut leicht nachgeben. Hierbei sanken die Benzinpreise mit im Durchschnitt knapp 0,2 ct/l deutlich weniger wie die Dieselpreise, die um gut 0,7 Cent/Liter zurückgingen. Durch den schwächeren Rückgang der Benzinpreise ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel aktuell auf 25 Cent/Liter geklettert.

Dies ist mindestens seit Beginn der Datenerfassung im Oktober 2013 der größte Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten, was weniger auf zu günstige Dieselpreise sondern auf überteuerte Benzinpreise zurückzuführen ist. Auffällig bleibt auch die große Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen. Mit einem Preisunterschied von bis zu 30 Cent/Liter lohnt es sich zurzeit besonders darauf zu achten wann und wo man tankt.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,239 €uro je Liter
- Super: 1,489 €uro je Liter
- E10: 1,471 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,119 €/l zu 1,419 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,379 €/l zu 1,659 €/l (+ 28 ct/l)
- E10: 1,359 €/l zu 1,639 €/l (+ 28 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zum Beginn der Woche sah es am Ölmarkt zunächst so aus als ob sich ein anhaltender Abwärtstrend etablieren könnte, da sich Anleger am Montag mit Investitionen zurückhielten, obwohl die Ölpreise niedrig waren und der Dollarkurs nachgab. Am gestrigen Dienstag drehte jedoch die Stimmung und Trader trieben die Rohölpreise durch Käufe in die Höhe. Verstärkt wurde der Anstieg dann noch durch die Charttechnik und automatisierte Zukäufe. Daher legte die europäische Leitsorte BRENT auf Mittwoch um deutliche 2,6 $/b zu und wurde am Morgen bei 65,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Als Hauptpreistreiber wurde der US-Ölmarkt herangezogen. Denn in der größten Volkswirtschaft der Welt sind die Öllager nach vorläufigen Zahlen um rund 10 Mio. Barrel gesunken und die US-Behörde EIA verkündete, dass sich die US-Schieferölförderung in den kommenden Monaten verringern wird. Zwar betonte die EIA auch, dass sich die US-Ölförderung derzeit auf einem 40-Jahreshoch befindet und die Öllager nahe dem Allzeithoch liegen, dies wurde an den Börsen jedoch nicht so stark gewichtet wie der Ausblick in die Zukunft.

Am Devisenmarkt gab der €uro wieder einen Teil seiner vorherigen Gewinne gegen die Öl-Währung Dollar ab. Daher fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise insgesamt eindeutig schlecht aus und Autofahrer müssen sich im weiteren Wochenverlauf wohl auf kräftig steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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