Diesel günstig. Großer Preisabstand.

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Derzeit haben die Preise von Diesel und Super einen überhöhten Preisabstand. Und dieser hat sich in den letzten Tagen nochmals um zwei Cent vergrößert auf aktuell rund 29 Cent/Liter. Dabei ist der Durchschnittpreis für Diesel seit dem Wochenende um rund 1,2 Cent auf 117,7 Cent/Liter gesunken. Die Preise für Superbenzin legten um 0,7 Cent auf 146,6 Cent/Liter leicht zu.

Die Ölpreise am Weltmarkt stehen nach wie vor unter Preisdruck durch die eklatante Überversorgung des Ölweltmarktes, die vor allen Dingen durch Saudi-Arabien herbeigeführt wurde und wird. Dies drückt die Ölpreise nach und nach weiter runter. Und das Öl aus dem Iran wird auch noch auf den Markt schwemmen. Profitieren werden auch die Autofahrer, für die in den Sommermonaten weiterhin attraktive Zapfsäulen-Abgabepreise in Aussicht stehen.

Nachdem die europäische Leitsorte BRENT zum Wochenbeginn deutlich abgenommen hatte, kletterte sie in den letzten beiden Tagen um insgesamt zwei Dollar je Barrel und stand somit am Freitagmorgen bei 59,2 Dollar/Barrel. Die aktuelle Versorgungs- und Nachrichtenlage am Weltölmarkt übte zuletzt massiven Druck auf die Ölpreise aus und auch wenn die Ölpreise heute wieder gestiegen sind, so bleibt im gesamten Wochenverlauf immer noch ein Minus stehen. Gestützt wurden die Ölpreise in den letzten Tagen durch eine bessere Lage an der chinesischen Börse.

Nachdem dort die die Aktienkurse in den letzten Monaten um 35 bzw. 40 Prozent gecracht sind, konnten die Kurse, bedingt durch staatliche Eingriffe, zuletzt wieder zulegen. Dies sorgte dafür, dass Trader auch wieder bei den Ölkontrakten zugriffen. Zudem wurden auch die andauernden Verhandlungen um das iranische Atomprogramm an den Börsen preistreibend gewertet, da auch die letzte Frist wieder ohne Einigung verstrichen war. Dennoch bleibt die grundsätzliche Lage am Weltölmarkt unverändert.

Das weltweite Angebot übersteigt die Nachfrage weiterhin deutlich. So wurde in dieser Woche auch die Trendwende bei den US-Öllagerbeständen bestätigt, denn die bereits prall gefüllten US-Öllager stiegen laut den offiziellen Daten des DOE (Department of Energy) um weitere 3,2 Mio. Barrel an. Am Devisenmarkt zeigt sich der €uro, trotz griechischem Referendum, weiterhin unbeeindruckt und konnte auf Freitag sogar gegen den Dollar zulegen.

Die Aussichten für die Kraftstoffpreise fallen somit unterschiedlich aus. Fahrer von Dieselfahrzeugen müssen sich wohl auf eine Preiserhöhung am Wochenende einstellen. Ein Rückgang der Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen ist hingegen längst überfällig.

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