Deutsche Ölreserven freigegeben

Benzinpreise - Entwicklung

Um die Versorgung der öffentlichen Infrastruktur mit Ölprodukten zu gewährleisten, hat der Erdölbevorratungsverband (EBV), welcher die strategischen Ölreserven Deutschlands verwaltet, reagiert und Benzin- und Dieselreserven für die Tankstellen im Südwesten der Bundesrepublik freigegeben. Dies soll die Versorgung sicherstellen und die Kraftstoffpreise stabilisieren, denn im Heizölhandel kommt es bereits zu den befürchteten Versorgungsengpässen, die an den Tankstellen bisher weitestgehend vermieden werden konnten.

Unbegründet ist diese Maßnahme sicherlich nicht, wenn man sich die Entwicklung der Spritpreise und der Heizölpreise im Oktober anschaut. So sind die durchschnittlichen Benzinpreise (SUPER E5) in den vergangenen zehn Tagen um vier Cent je Liter bzw. rund drei Prozent gestiegen. Die gemittelten Dieselpreise haben im gleichen Zeitraum mit sechs Cent je Liter sogar um gut vier Prozent zugelegt.

Der Grund für die Preisanstiege am Kraftstoffmarkt ist in der schwierigere Versorgungslage vor allem im Südwesten Deutschlands zu finden, die sich durch Niedrigwasser entlang des Rheins und anderen wichtigen Routen der Binnenschifffahrt sowie durch die jüngsten Raffinerieausfälle ergeben hat. Dies hat dazu geführt, dass die Diesel- und Benzinpreise zuletzt kräftig gestiegen sind, obwohl die Preise am Weltölmarkt gesunken waren. Auch im Norden Deutschlands, der bisher weitestgehend von Preissteigerungen an den Tankstellen ausgenommen war, wirkt sich die angespannte, inländische Versorgungslage nun stärker aus und die Preise ziehen nun auch dort spürbar an.

Bisher ist es an den Tankstellen immerhin noch nicht zu größeren Versorgungsausfällen gekommen, doch was die Aussichten für die weitere Preisentwicklung anbelangt, können Autofahrer kurzfristig wohl nicht mit Preisrückgängen an den deutschen Tankstellen rechnen. Sollte sich die Versorgungslage jedoch wieder normalisieren, dann haben die Spritpreise zuletzt ein deutliches Potential für Preisrückgänge aufgebaut.

Welche Tankstelle die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken


Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,421 €uro je Liter
- Super: 1,550 €uro je Liter
- E10: 1,528 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,279 €/l zu 1,649 €/l (+ 37 ct/l)
- Super: 1,409 €/l zu 1,739 €/l (+ 33 ct/l)
- E10: 1,389 €/l zu 1,719 €/l (+ 33 ct/l)

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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