Benzinpreise zogen im Wochenverlauf kräftig an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen haben sich in der zurückliegenden Woche kräftig gestiegen. Besonders deutlich fiel der Anstieg bei den Dieselpreisen aus, die innerhalb von einer Woche um 1,4 Cent/Liter geklettert sind. Aber auch die Benzinpreise legten mit gut 0,9 Cent/Liter in der vergangenen Woche spürbar zu. Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER liegt aktuell bei rund 20,5 Cent/Liter und ist damit seit Ende Januar um mehr als 7 Cent/Liter gefallen.

In der zurückliegenden Woche war besonders auffällig, dass sich der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen auf rund 30 Cent/Liter verringert hat. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nur die günstigsten Tankstellenpreise geklettert sind, die im Tagesverlauf teuersten Spritpreise sind hingegen konstant geblieben.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,028 €uro je Liter
- Super: 1,232 €uro je Liter
- E10: 1,215 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,939 €/l zu 1,239 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,139 €/l zu 1,439 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,119 €/l zu 1,419 €/l (+ 30 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche haben sich die Rohölpreise wieder stabilisiert, nachdem sie zuvor deutlich nach oben ausgebrochen waren. Neben der russisch-saudischen Initiative zur Begrenzung der aktuellen Ölfördermengen auf das Niveau vom Januar diesen Jahres, spielten in dieser Woche auch wieder die Entwicklungen der amerikanischen Öllagerbestände eine zentrale Rolle.

Bei der von Russland und Saudi-Arabien gewünschten Förderbegrenzung kommt dem Iran eine besondere Rolle zu, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Förderländern befinden sich die Ölexporte des Iran nicht in der Nähe ihres möglichen Maximums sondern könnten deutlich ausgebaut werden. Da viele Förderländer ihre Ölexporte nur deckeln wollen wenn alle wichtigen Ölnationen mitziehen und darüber hinaus ihre Fördermengen nur beibehalten und nicht kürzen wollen, wird diese Initiative kurzfristig nicht dazu führen, dass das weit über der Nachfrage liegende Angebot an Rohöl zurückgehen wird. Auch die vom US-Energieministerium DOE veröffentlichten Daten zu den Öllagerbeständen fielen relativ neutral aus und brachten daher kaum preissteigernde Impulse. So kletterten die Rohöllager in den USA mit nunmehr 521,9 Mio. Barrel auf ein abermaliges Rekordhoch. Dafür gingen jedoch die Bestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) in Summe um 5,6 Mio. Barrel zurück. Insgesamt war somit einer leichter Rückgang der US-Öllager feststellbar, die jedoch mit in Summe knapp 935 Mio. Barrel weiterhin prall gefüllten sind.

Trotz dieser tendenziell preisdrückenden Nachrichtenlage, sorgte die bessere Stimmung an den Finanzmärkten zuletzt für eine gute Kauflaune der Ölhändler. Dementsprechend schwankten die Rohölpreise in dieser Woche. In Summe legte die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT zwischen Dienstag- und Freitagmorgen um einen halben Dollar je Barrel zu und wurde somit am Freitag bei 40,8 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Sorte WTI kletterte mit 1,3 $/b deutlicher und notierte am Morgen bei 38,7 Dollar/Barrel.

Am Devisenmarkt legte der €uro unerwartet kräftig gegen die Ölwährung Dollar zu und kletterte am Freitag auf knapp 1,12 Dollar/€uro. Zuvor war der €uro erwartungsgemäß abgesackt, nachdem EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag die erwartete kräftige Lockerung der expansiven Geldpolitik der europäischen Zentralbank verkündet hatte. Doch dank der letzlichen Stärkung des €uro fallen die Vorgaben für die Preisentwicklung zum Wochenende etwas verbraucherfreundlicher aus. Autofahrer können, nach den zuletzt deutlichen Preissteigerungen, daher am Wochenende auf stabile bis leicht fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen hoffen.

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