Benzinpreise zogen an, Dieselpreise konstant

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Wochenverlauf haben sich die Kraftstoffpreise an den heimischen Tankstellen unterschiedlich entwickelt. Während die Benzinpreise in den letzten zwei Tagen, mit durchschnittlich knapp 0,3 Cent/Liter, recht deutlich gestiegen sind, war bei den gemittelten Dieselpreisen fast keine Veränderung zu verzeichnen. Dementsprechend hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER wieder erhöht und liegt aktuell bei rund 26 Cent/Liter. Vor vier Monaten lag der Unterschied noch bei knapp 16 ct/l.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,240 €uro je Liter
- Super: 1,499 €uro je Liter
- E10: 1,480 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,119 €/l zu 1,409 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,349 €/l zu 1,669 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,329 €/l zu 1,649 €/l (+ 32 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die europäische Leitsorte BRENT gab am in den letzten beiden Tagen um insgesamt 1,1 $/b nach und stand somit am Freitagmorgen bei 61,9 Dollar/Barrel. Die aktuelle Versorgungs- und Nachrichtenlage am Weltölmarkt übte Druck auf die bereits niedrigen Ölpreise aus. So wurde in dieser Woche bekannt, dass die OPEC ihre Förderleistung nochmals erhöht hat und nun auf einem Rekordniveau von über 32 Mio. Barrel/Tag Öl fördert. Zudem planen mehrere OPEC-Mitglieder ihre Ölexporte noch auszuweiten. Allen voran der Iran, der auf ein baldiges Ende des Ölembargos des Westens setzt.

Auch außerhalb der OPEC hat z.B. Russland seine Ölproduktion erhöht und auch die vermeintlich teure US-Schieferölgewinnung zeigt sich weiterhin auf einem stabilen Level. Insgesamt setzten die jüngsten Meldungen aus den USA die Ölpreise weiter unter Druck, denn in der größten Volkswirtschaft der Welt scheint sich eine Trendwende am Ölmarkt abzuzeichnen. Nachdem die Ölbohraktivitäten und Öllagerbestände in den letzten Monaten rückläufig waren, wiesen die letzten Daten einen Anstieg bei beiden Indikatoren auf. Dies könnte ein Anzeichen dafür sein, dass die US-Schieferölförderung, trotz der niedrigen Preise am Weltölmarkt, nicht verdrängt werden kann. Dies hatte jedoch OPEC-Leader Saudi-Arabien vor gut einem halben Jahr als Ziel ausgegeben und dadurch den immer noch anhaltenden Ölpreisverfall ausgelöst.

Nun bleibt abzuwarten, ob das Land mit einer weiteren Erhöhung seiner Ölexporte reagieren wird. So oder so werden die Rohölpreise aber weiter unter Druck geraten. Am Devisenmarkt zeigt sich der €uro, vor dem griechischen Referendum, weiterhin recht stabil gegen den Dollar. Daher fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt insgesamt verbraucherfreundlich aus, so dass sich Autofahrer am Wochenende wohl über sinkende Diesel- und Benzinpreisen an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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