Benzinpreise zogen am Wochenende weiter an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Trotz der insgesamt eindeutig preisdrückenden Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt sind die Benzinpreise an den deutschen Tankstellen am Wochenende gestiegen. Die Dieselpreise gaben hingegen minimal nach, so dass der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel auf aktuell 26,5 Cent/Liter gestiegen ist. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen liegt weiterhin bei 31 Cent/Liter, so dass es sich zum Beginn der Sommerreisezeit spürbar lohnt darauf zu achten, wann und wo man tankt. So können Sie sich mit unserem Routenplaner schnell Tankstellen suchen, die in der Nähe der Autobahn liegen, aber deutlich günstiger sind.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,239 €uro je Liter
- Super: 1,504 €uro je Liter
- E10: 1,485 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,119 €/l zu 1,429 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,389 €/l zu 1,689 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,369 €/l zu 1,669 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Das "Nein" der Griechen zum Sparprogramm der Geldgeber-Institutionen setzte die zurzeit bereits niedrigen Rohölpreise weiter unter Druck. Zum einen sprechen die Fundamentaldaten eine klare Sprache. So ist der Weltölmarkt erheblich überversorgt und es kann damit gerechnet werden, dass das Angebot weiter steigt. Darüber hinaus ist der Rohstoffmarkt für Spekulanten zurzeit nicht mehr so interessant, da sich diese auf krisensichere Anlagen zurückziehen. Bereits Morgen könnte ein Abkommen mit dem Iran getroffen werden, dass neben dem iranischen Ausstieg aus der militärischen Nutzung der Kernkraft auch eine Aufhebung des bestehenden Ölembargos vorsieht.

Als Folge darauf müssten die Ölpreise dann weiter nachgeben. Im weiteren Wochenverlauf werden die Daten vom US-Ölmarkt im Fokus stehen, denn hier wurde zuletzt ein Anstieg der Öllager und Bohraktivitäten festgestellt, nachdem beide Faktoren seit Wochen klar zurückgegangen waren. Entsprechend der eindeutig bärischen Stimmung am Ölmarkt gab die europäische Leitsorte BRENT zum Start dieser Woche um deutliche 2,4 Dollar je Barrel nach und wurde mit 59,5 $/b zum ersten Mal seit Mitte April wieder unter der Marke von 60 Dollar/Barrel gehandelt.

Da sich der €uro am Devisenmarkt, trotz Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise, erstaunlich stabil gegen den Dollar hält, fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise eindeutig verbraucherfreundliche aus. Besonders nachdem die Benzinpreise zum Wochenende gestiegen sind, sollten sich Autofahrer im Wochenverlauf auf sinkende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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