Benzinpreise zogen am Wochenende kräftig an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die neue Woche startete mit einer, in diesem Jahr noch ungewohnten Entwicklung für die deutschen Autofahrer. So zogen die durchschnittlichen Kraftstoffpreise am Wochenende teilweise an. Zumindest die Benzinpreise legten mit im Mittel über einem Cent je Liter spürbar zu. Die Preise für Diesel blieben hingegen stabil auf dem aktuell sehr niedrigen Preisniveau. So konnte Diesel am Sonntagabend an den günstigsten Tankstellen für unter 84,9 Cent/Liter getankt werden. Da die gemittelten Benzinpreise in den letzten Tagen deutlich gestiegen sind als hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER (E5) auf aktuell 28 Cent/Liter vergrößert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 0,972 €uro je Liter
- Super: 1,252 €uro je Liter
- E10: 1,235 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,849 €/l zu 1,159 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,139 €/l zu 1,439 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,119 €/l zu 1,419 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Der Grund für den aktuellen Anstieg der Benzinpreise liegt in der laufenden, spürbaren Erholungsphase der Ölpreise, nachdem diese in der vergangenen Woche auf ein 12-Jahrestief gefallen waren. Seit Donnerstag haben die Ölnotierungen nun um rund 15 Prozent zugelegt. Im Vergleich zu Freitagmorgen ist die europäische Leitsorte BRENT um weitere zwei Dollar je Barrel geklettert und wurde somit am Morgen mit 32,7 Dollar/Barrel wieder deutlich über der 30-Marke gehandelt.

Trotz des zuletzt deutlichen Anstiegs der Rohölpreise rechnen die meisten Analysten nicht mit einer Trendwende am Ölmarkt. Dafür liegt das Angebot weiterhin zu deutlich über der Nachfrage. Zudem könnte sich das Angebot auf dem Weltölmarkt in den kommenden Wochen noch ausweitet. Besonders Förderländer aus dem Nahen Osten haben angekündigt ihre Ölexporte zu erhöhen. Allen vorweg der Iran, der nach dem Ende des 14 jährigen Ölembargos wieder auf den Ölmarkt drängt. Aber auch dessen Nachbarland Irak will nach der jüngsten Erhöhung der Fördermengen nun wohl einen weiteren Anstieg der Ölexporte folgen lassen. Zudem kletterte zuletzt auch die Rohölproduktion in den USA zum sechsten Mal in Folge und erreichte mit 9,2 Mio. Barrel pro Tag das höchste Level seit knapp einem halben Jahr.

Am Devisenmarkt drücken Spekulationen um eine weitere geldpolitische Lockerung der EZB auf den €urokurs. Denn EZB-Chef Draghi stellte zuletzt in Aussicht die expansive Geldpolitik der Notenbank im März noch auszuweiten, um das Ziel einer Inflationsrate von rund zwei Prozent zu erreichen. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise somit erneut schlecht aus, so dass sich Autofahrer im Wochenverlauf auf weiter steigende Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen sollten.

Zurück