Benzinpreise zogen am Wochenende an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im März sind die durchschnittlichen Spritpreise an den deutschen Tankstellen spürbar gesunken. So gaben die Diesel- und Benzinpreise im Monatsverlauf jeweils um rund 3,5 Cent/Liter nach. An den günstigsten Tankstellen konnte SUPER (E5) gestern für 1,229 €uro/Liter und Diesel für 1,039 €uro/Liter getankt werden. Unabhängig vom Standort der Tankstelle musste man an den im Tagesverlauf teuersten Zapfsäulen hingegen bis zu 36 Cent/Liter mehr bezahlen. Zudem kann weiterhin festgestellt werden, dass die Spritpreise an vielen Orten in einem Umkreis von 10 Kilometern zur gleichen Uhrzeit um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen.

Wer also vom Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt profitieren möchte, der sollte darauf achten, wann er welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,159 €uro je Liter
- Super: 1,361 €uro je Liter
- E10: 1,341 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,039 €/l zu 1,379 €/l (+ 34 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,589 €/l (+ 36 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,569 €/l (+ 36 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

In den letzten Handelstagen hat sich die Nordsee-Ölsorte BRENT unterm Strich kaum verändert. Am Freitag und Montagvormittag ging es leicht nach unten, dann setzte eine Gegenbewegung ein und die Ölpreise erholten sich von den vorherigen Rückgängen. Insgesamt hat die Nordsee-Ölsorte BRENT seit Freitagmorgen um 0,3 $/b zugelegt und notierte somit am Dienstagmorgen bei 51,8 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI kletterte im selben Zeitraum ebenfalls um leicht 0,2 $/b zu und wurde dementsprechend am Dienstagmorgen bei 48,4 Dollar/Barrel gehandelt.

Das hohe Angebot an Rohöl und die anhaltend hohen globalen Öllagerbeständen bleiben die beherrschenden Themen am Ölmarkt. So hatte kaum jemand hatte damit gerechnet, dass die im vergangenen November beschlossene Förderkürzung der OPEC so wenig Einfluss auf das Angebots-Nachfrage-Verhältnis auf dem Weltölmarkt haben wird. Als Hauptgrund für das weiterhin hohe Angebot wird zumeist die gute Entwicklung der amerikanischen Schieferölindustrie genannt, denn in den USA wächst die Ölförderung seit Monaten stetig. Auch in der zurückliegenden Woche meldete der Ölfirmenausrüster Baker Hughes wieder einen Anstieg der aktiven US-Ölbohrlöcher auf nunmehr 652 Anlagen.

Die aktuelle Lage am Ölmarkt setzt die OPEC zunehmend unter Zugzwang, weil die Zeiten in denen das Kartell die Ölpreise stabil über 100 Dollar/Barrel halten konnte vorerst vorbei sind. Zurzeit diskutieren die OPEC-Staaten, ob die vorherrschenden Bedingungen eine Verlängerung der zurzeit gültigen Förderobergrenze verlangen oder dem Ölkartell eher schaden. Am Wochenende tagte in Kuwait eine OPEC-Kommission, die sich mit diesem Thema beschäftigt und gab die Empfehlung eine Verlängerung zu prüfen. Ein offizieller Beschluss zu diesem Thema wird wohl Ende Mai auf der nächsten regulären Kartell-Tagung  fallen. Mindestens bis dahin werden sich die Mitglieds-Staaten alle Optionen offen halten.

Die auf der politischen Weltbühne vielerorts mit einer zurückhaltenden Genugtuung zur Kenntnis genommene Pleite von US-Präsident Trump bei der Umsetzung eines zentralen Wahlversprechens, sorgte auch am Devisenmarkt für Bewegung. So geriet die amerikanische Währung, trotz der anhaltenden Zinswende in den USA, unter Druck, nachdem Trump mit dem Umbau des US-Gesundheitswesens gescheitert war, weil er selbst in der eigenen Partei keine Mehrheit für seinen Vorschlag finden konnte. Der €uro klettern daraufhin zum Wochenstart mit knapp 1,09 Dollar/€uro auf den höchsten Stand seit Mitte November.

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