Benzinpreise weiter im Höhenflug

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Benzinpreise befinden sich an den deutschen Tankstellen weiterhin in einem rasanten Höhenflug. In den vergangenen fünf Wochen kletterten die Benzinpreise im Mittel um 11,4 Cent/Liter bzw. um gut 8,1 Prozent. Die Dieselpreise stiegen ebenfalls fulminant an, jedoch schwächte sich dieser Anstieg in den letzten Tagen zunehmend ab. Insgesamt sind jedoch auch die Durchschnittspreise für Diesel in den letzten fünf Wochen um 10,3 ct/l bzw. 8,3% gestiegen. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER hat sich somit weiter vergrößert und liegt aktuell bei gut 17 Cent je Liter.

Seit Mitte Februar scheinen die Rohölpreise zu stabiliseren. Zum heutigen Wochenstart gab die europäische Leitsorte BRENT um 1,4 $/b nach und wurde am Montagmorgen bei 59,4 Dollar je Barrel gehandelt. Damit liegt BRENT wieder unter der psychologisch wichtigen Marke von 60 $/b. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, ob dieser Rückgang wieder für Käufe genutzt wird oder ob die Rohölpreise eventuell die Abwärtsrichtung einschlagen. Aus fundamentaler Sicht spricht hierfür bereits seit Wochen die anhaltende Überversorgung am Weltlmarkt.

Nun kommt jedoch auch noch ein extrem schwacher €urokurs hinzu und die Aussicht, dass die US-Notenbank FED die Leitzinsen früher erhöhen könnte und somit die expansive Geldpolitik etwas zurücknimmt. Da der Rohölmarkt zuletzt stark durch die Finanzszene beeinflusst war, mehren sich nun wieder die Stimmen die einen Rückgang der Rohölpreise für realistisch halten. Jedoch ist auch eine weitere Stützung der Notierungen auf dem aktuellen Preisniveau nicht ausgeschlossen.

Am Devisenmarkt brach der €uro weiter massiv gegen die Öl-Währung Dollar ein und sorgte somit ebenfalls für einen Anstieg der Spritpreise. Aktuell befindet sich der €uro-Dollar-Wechselkurs auf dem tiefsten Stand seit 2003 und ein weiterer Rückgang kann nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise somit eher mäßig aus. Dennoch können sich Autofahrer aufgrund des deutlichen Anstiegs vom Wochenende im Wochenverlauf wohl auf stabilere oder nur leicht steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,235 €uro je Liter
- Super: 1,408 €uro je Liter
- E10: 1,389 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,119 €/l zu 1,359 €/l (+ 24 ct/l)
- Super: 1,309 €/l zu 1,519 €/l (+ 21 ct/l)
- E10: 1,289 €/l zu 1,499 €/l (+ 21 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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