Benzinpreise und Dieselpreise stoppen Aufwärtstrend | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 04.02.2021

um 10:38 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Der Ausbruch der Covid-19-Pandemie und der sogenannten „Corona-Crash“ haben vor ziemlich genau einem Jahr zu einem Börsenbeben geführt, das jedoch nicht nur die internationalen Finanzmärkte „erschütterte“, sondern auch den Beginn einer beispiellosen Preisentwicklung am Ölmarkt darstellte. Kräftige Verluste innerhalb kürzester Zeit fanden im vergangenen Frühjahr schließlich ihren „Höhepunkt“, als der Kurs der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) zwischenzeitlich in den negativen Bereich rutschte.

Da diese Preisentwicklung innerhalb weniger Minuten wieder beendet wurde und sich danach nicht nochmal wiederholt hat, wird dieser Preisrutsch unter Marktteilnehmern als historisch bezeichnet. Eine vergleichbare Entwicklung hätten sich sicher auch viele Autofahrer in Deutschland gewünscht, jedoch hielten sich die Preisrückgänge in Grenzen. Auch wenn die Entwicklung der heimischen Benzin- und Dieselpreise im Frühjahr ebenfalls deutlichen Rückgängen geprägt wurde, haben die Kraftstoff-Anbieter die Kraftstoffe zu keiner Zeit „verschenkt“.

Im Laufe des vergangenen Jahres hat die Stabilisierung des Ölmarktes auch dazu geführt, dass die Preise der drei Kraftstoffsorten ebenfalls deutlich aufwärts tendierten. Eine Rückkehr auf das "Vor-Corona-Niveau" war jedoch zu keiner Zeit im alten Jahr möglich. Mit dem Blick auf unseren Preis-Chart wird deutlich, dass das Niveau erst zu Beginn der aktuellen Woche erreicht wurde. Die Rückkehr hat jedoch nichts mit dem nachlassenden Einfluss der Pandemie zu tun, sondern vielmehr mit der Einführung der CO2-Bepreisung.

In Kombination mit der Rückkehr der Mehrwertsteuer auf den ursprünglichen Satz von 19 Prozent sind die heimischen Spritpreise im ersten Monat des neuen Jahres um mehr als zwölf Prozent gestiegen. Aus Verbrauchersicht kann trotz der deutlichen Preissteigerungen jedoch die kundenfreundliche Entwicklung beobachtet werden, dass die Preise zuletzt „stagnierten“. Seit Montag ist der gemittelte Dieselpreis um marginale 0,1 Cent/Liter auf 1,238 €uro/Liter gefallen. Bei den beiden Benzinsorten fiel das Minus mit jeweils 0,2 Cent/Liter auf 1,411 Euro/Liter (Super E5) und 1,362 Euro/Liter (Super E10) nur unwesentlich höher aus.

Unabhängig von der benötigten Spritsorte lohnt es sich immer darauf zu achten, welche Tankstelle angesteuert wird. Innerhalb eines 10 Kilometer-Radius kommt es in Städten zumeist zu Preisdifferenzen von 10 Cent/Liter, wenn man aber eine längere Strecke über die Autobahn fährt, so kann man mit einem 2-km-Umweg bereits bis zu 30 Cent/Liter sparen. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

 

- Diesel: 1,237 €uro je Liter

- Super: 1,411 €uro je Liter

- E10: 1,362 €uro je Liter

 

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

 

- Diesel: 1,119 €/l zu 1,599 €/l (+ 48 ct/l)

- Super: 1,279 €/l zu 1,769 €/l (+ 49 ct/l)

- E10: 1,229 €/l zu 1,719 €/l (+ 49 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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