Benzinpreise und Dieselpreise steigen wieder | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 21.12.2020

um 10:28 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Mit dem Blick auf den Kalender wird deutlich, dass sich nicht nur das alljährliche Weihnachtsfest, sondern auch das Jahresende mit großen Schritten nähert. Auch wenn uns die Zahlen für den aktuellen Monat noch nicht vollumfänglich vorliegen, so ergibt sich dennoch bereits heute für uns die Möglichkeit auf ein außergewöhnliches Jahr zurückzublicken. In erster Linie wird jedem von uns das Jahr in Bezug auf die Corona-Krise in Erinnerung bleiben. Die aus der Pandemie resultierenden Auswirkungen sind vielschichtig und teilweise unübersichtlich.

Neben der Auswirkung auf die Entwicklung der Heizölpreise, waren die Einflüsse der Krise in erster Linien auf dem internationalen Rohölmarkt zu spüren. Durch die unmittelbare Abhängigkeit des Kraftstoffmarktes von den Entwicklungen am Rohölmarkt konnten alle Autofahrer, deren Fahrzeuge über einen Verbrennungsmotor verfügen, vom zwischenzeitlichen Ölpreis-Verfall profitieren. Denn sowohl der Preis für Diesel, als auch die Preise der beiden Benzinsorten sind in diesem Jahr mehrmals auf neue Langzeit-Tiefststände gefallen.

Doch die Entwicklung der Kraftstoffsorten muss differenziert betrachtet werden. Unter Berücksichtigung der Daten von Januar bis November ist der gemittelte Dieselpreis im bundesweiten Durchschnitt mit 1,112 €uro/Liter auf den niedrigsten Wert seit 2016 gefallen. Im selben Jahr ist auch der bisher niedrigste Wert der Benzinsorte Super E10 ermittelt worden. Doch der Wert von vor vier Jahren wurde im aktuellen Jahr deutlich unterboten. Im bundesweiten Mittel der ersten elf Monate des Jahres 2020 sank der Durchschnittspreis auf 1,257 €uro/Liter. Dieser Wert ist der niedrigste Durchschnitt seit der Einführung der Kraftstoffsorten Super E10 in 2010.

Bei der Betrachtung der Preisentwicklung aller drei Spritsorten in den letzten Wochen „verfliegt“ die aufkommende Euphorie jedoch wieder recht schnell. Denn obwohl sich die beiden Benzinpreise mit einem Minus von 17 Cent/Liter (E5) bzw. rund 20 Cent/Liter (E10), sowie einem Preisrückgang von mehr als 21 Cent/Liter beim Diesel weiterhin deutlich unter dem Niveau von Jahresanfang befinden, sind alle Sorten seit Anfang November den deutlichen Vorgaben des Rohölmarktes gefolgt und haben um 4,7 Cent/Liter (E5 und E10) bzw. 8,8 Cent/Liter (Diesel) zugelegt.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit, um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,111€uro je Liter
- Super: 1,275 €uro je Liter
- E10: 1,228 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 0,999 €/l zu 1,439 €/l (+ 44 ct/l)
- Super: 1,159 €/l zu 1,589 €/l (+ 43 ct/l)
- E10: 1,109 €/l zu 1,539 €/l (+ 43 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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