Benzinpreise und Dieselpreise steigen unaufhaltsam weiter | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 11.01.2021

um 10:32 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Mehr als eine Woche des neuen Jahres ist vorbei und Autofahrer blicken immer noch ungläubig in Richtung der Anzeigetafeln an Tankstellen, wenn der Preis für einen Liter Diesel für mehr als 1,20 Euro je Liter, oder die Benzinsorte E5 mit Werten von mehr als 1,50 €uro je Liter abgebildet wird. Vor weniger als zwei Wochen waren die Preise aller drei Kraftstoffsorten noch deutlich niedriger, doch die Einführung der CO2-Bepreisung hat am 01.01.2021 zu einem regelrechten Preissprung geführt, der die günstigen Preise des Vorjahres in "weite Ferne" hat rücken lassen.

Die Einführung der staatlich regulierte CO2-Bepreisung hat zu einer deutlichen Aufwärtsbewegung geführt, die bei den beiden Benzinsorten im Detail zu einem Plus von rund sieben Cent und beim gemittelten Dieselpreis von rund acht Cent je Liter geführt hat. Zudem wurde durch die Rückkehr der Mehrwertsteuer auf den ursprünglichen Steuersatz von 19 Prozent die Preiserhöhung zusätzlich verstärkt. In Kombination ist somit ein Plus von rund 10 Cent je Liter beim Benzin und rund 11 Cent beim Dieselkraftstoff zu verzeichnen.

Mit dem Blick auf unseren Preis-Chart wird deutlich, dass sowohl der gemittelte Dieselpreis mit einem Wert von aktuell 1,229 €uro/Liter, als auch die Preise der beiden Benzinsorten mit 1,392 Cent/Liter (Super E5) bzw. 1,345 Cent/Liter (Super E10) den kontinuierlichen Aufwärtstrend der letzten Tage weiter fortsetzen. Für vergleichbare Preise mussten wir in unseren Statistiken weit zurückgehen. Während vergleichbare Benzinpreise im März 2020 zu finden waren, mussten wir beim Dieselkraftstoff noch zwei weitere Wochen bis Ende Februar des Vorjahres zurückgehen.

Aufgrund der jüngsten Preissteigerungen in Deutschland ist zukünftig auch mit dem Blick auf alternative Tankmöglichkeiten ein Anstieg möglich. Hiermit ist nicht der Umstieg auf alternative Antriebe wie E-Mobilität gemeint, sondern das Tanken im Ausland. Soweit es die zukünftigen Corona-Regularien zulassen werden, sollte zeitnah der „Tank-Tourismus“ im benachbarten Ausland deutlich zunehmen. Doch wie bereits in der Vergangenheit ist davon auszugehen, dass die Preissteigerungen in Deutschland auch zu einem Plus an den Preistafeln an grenznahen Tankstellen führen wird.

Unabhängig von der benötigten Spritsorte lohnt es sich immer darauf zu achten, welche Tankstelle angesteuert wird. Innerhalb eines 10 Kilometer-Radius kommt es in Städten zumeist zu Preisdifferenzen von 10 Cent/Liter, wenn man aber eine längere Strecke über die Autobahn fährt, so kann man mit einem 2-km-Umweg bereits bis zu 30 Cent/Liter sparen. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,229 €uro je Liter
- Super: 1,392 €uro je Liter
- E10: 1,345 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,089 €/l zu 1,559 €/l (+ 47 ct/l)
- Super: 1,249 €/l zu 1,709 €/l (+ 46 ct/l)
- E10: 1,199 €/l zu 1,659 €/l (+ 46 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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