Benzinpreise und Dieselpreise steigen erneut | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 11.02.2021

um 10:27 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Bereits vor dem „Diesel-Skandal“ Ende 2015 war der Ruf des Diesels angeschlagen, jedoch schienen Fahrzeuge mit Dieselmotor im gewerblichen Sektor, wie zum Beispiel in der Transport-Branche, bis heute unverzichtbar. Doch die Zeit des Diesels könnte schneller enden als ursprünglich erwartet. Verantwortlich für den schnelleren „Niedergang“ des einst revolutionären Antriebes sind hierbei nicht nur die Zukunftsausrichtungen von einigen Ländern, die zukünftig komplett auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verzichten wollen, sondern vor allem das Kaufverhalten der Endverbraucher.

Während im Westen Europas 2016 noch rund sieben Millionen Fahrzeuge mit Dieselantrieb verkauft wurden, hat sich die Zahl innerhalb von weniger als fünf Jahren mehr als halbiert. 2020 wurden im Diesel-Kernmarkt Westeuropa nur noch 2,8 Mio. Diesel-Fahrzeuge verkauft. Einer Studie der Duisburger Center Automotiv Research (CAR) nach zu urteilen könnte der Absturz des Diesels im gleichen Maße weitergehen. Laut der Studie wird erwartet, dass der Absatz bis 2025 auf 1,4 Mio. sinkt und Dieselfahrzeuge 2030 mit 400.000 Neuanmeldungen nur noch einen marginalen Marktanteil haben werden.

Der Struktur-Wandel des Automarktes ist nicht nur durch die Vorgaben einzelner Regierungen und dem Kaufverhalten der Verbraucher vorgegeben und gut zu erkennen, sondern auch sinnbildlich anhand der neuen Gigafabrik des Autoherstellers Tesla östlich von Berlin. Während einstige „Saubermänner“ wie VW und Daimler erheblich an Ansehen verloren haben und zuletzt vor allem durch Mitarbeiter-Abbau auffielen, finden die vorherigen VW- und Mercedes-Mitarbeiter beim US-Autobauer einen neuen Arbeitgeber mit einer vermeintlich hervorragenden Zukunftsperspektive.

Doch auch wenn die Aussichten für den Verbrennungs-motor, und vor allen für Fahrzeuge mit Dieselmotoren nicht mehr so „rosig“ aussehen wie noch vor einigen Jahren, sind wir uns sicher, dass Fahrzeuge mit E-Antrieb nicht alleine das sogenannte "Allheilmittel" gegen den Klimawandel sein werden. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren werden auch zukünftig eine nicht zu vernachlässigende Daseinsberechtigung behalten, auch wenn die Anzahl auf Dauer merklich sinken wird. Bis dahin wird auch die Entwicklung der heimischen Diesel- und Benzinpreise eine entschei-dende Rolle bei der Fahrzeugwahl einnehmen.

Nachdem der Aufwärtstrend der Spritpreise vor gut zwei Wochen für wenige Tage gestoppt wurde, sind die Preise aller drei Kraftstoffsorten zurück in der Aufwärtsbewegung. Seit Anfang Februar ist der gemittelte Dieselpreis um kräftige 2,3 Cent/Liter auf 1,260 €uro/Liter gestiegen. Bei den beiden Benzinsorten fiel das Plus mit 1,2 Cent/Liter auf 1,373 Euro/Liter (E10) bzw. 2,0 Cent/Liter auf 1,429 Euro/Liter (E5) nur unwesentlich geringer aus. Auch wenn die Vorgaben des Rohölmarktes einen zeitnahen Stopp des Trends erhoffen lassen, gehen wir kurzfristig von wieder steigenden Kraftstoffpreisen aus.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

 

- Diesel: 1,260 €uro je Liter

- Super: 1,429 €uro je Liter

- E10: 1,373 €uro je Liter

 

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

 

- Diesel: 1,149 €/l zu 1,619 €/l (+ 47 ct/l)

- Super: 1,289 €/l zu 1,779 €/l (+ 49 ct/l)

- E10: 1,239 €/l zu 1,729 €/l (+ 49 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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