Benzinpreise und Dieselpreise so teuer wie zuletzt 2019 | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 18.03.2021

um 11:24 Uhr von Akif Sahin

Benzinpreise - Entwicklung

Seit über drei Monaten sind die Benzinpreise und Dieselpreise konstant gewachsen. Zwar gab es zwischendurch kleinere Verschnaufpausen, aber über die Wochen betrachtet gab es seit Anfang Dezember 2020 immer nur eine Richtung für die Spritpreise. Die Kraftstoffpreise sind mittlerweile so teuer, wie zuletzt im Jahr 2019. Die hohen Preise für Diesel und Benzin belasten zudem das Budget von immer mehr Autofahrern.

Grund für diese Entwicklung sind die Ölpreise. Diese haben im gleichen Zeitraum ebenfalls deutlich zugelegt und die Preise für Diesel und Benzin hochgetrieben. Auch ohne Berücksichtigung der zu Jahresanfang eingeführten CO2-Steuer und der wieder angehobenen Mehrwertsteuer hat der Ölpreis den größten Einfluss auf die jetzige Preisgestaltung. Diesel hat sich seit Anfang des Jahres um rund 18 Cent je Liter erhöht. Superbenzin (E5) und Superbenzin (E10) legten im gleichen Zeitraum um rund 21 Cent zu.

Die hohen Benzinpreise und Dieselpreise wirken sich auch auf die Mobilität der Menschen aus. Das haben mehrere Studien und zuletzt auch Erhebungen gezeigt. Entweder wird das Fahrverhalten angepasst und man versucht Sprit zu sparen oder aber es findet ein Umstieg zu anderen Transportmitteln und Energieträgern statt. Während die E-Mobilität dabei noch in den Kinderschuhen steckt, aber deutlich wächst, ist der Übergang zu öffentlichen Verkehrsmitteln (ÖPNV) oft die einfachste Wahl.

Dieser aktuelle Trend dürfte anhalten, denn die Aussicht auf günstigere Kraftstoffpreise ist eher düster. Das liegt zum einen an der Förderdisziplin der OPEC+, zum anderen aber auch an der Tatsache, dass Rohölprodukte nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen und die Nachfrage in den kommenden Jahren bei Diesel und Benzin eher steigen wird. Die Strategie der Politik sieht zwar einen Umstieg auf E-Autos vor, dieser wird aber nicht dazu führen, dass der Verbrenner schnell von den Straßen verschwindet. Branchenverbände setzen deshalb auch verstärkt auf einen Mix für die Mobilität von Morgen, wo es neben E-Autos auch auf synthetische Kraftstoffe (eFuels) ankommt.

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Wer günstig und clever tanken möchte, nutzt deshalb unseren Preis- und Tankstellenvergleich. So behält man den Überblick, bei welcher Tankstelle der günstigste Dieselpreis oder Benzinpreis vor Ort verfügbar ist. Für Urlauber und Reiselustige empfiehlt sich unser Routenplaner, mit dem man Zwischenstopps auf der Strecke zum günstigen Tanken einplanen kann. Übrigens: Rein statistisch bleibt die beste Zeit zum günstigen Tanken zwischen 20 und 22 Uhr. Und früh morgens zu tanken, sollte man möglichst vermeiden. Da sind die Preise an den Zapfsäulen durchschnittlich am höchsten.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

 

- Diesel: 1,318 €uro je Liter

- Superbenzin (E5): 1,518 €uro je Liter

- Superbenzin (E10): 1,461 €uro je Liter

 

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

 

- Diesel: 1,179 €/l zu 1,669 €/l (+ 49 ct/l)

- Superbenzin (E5): 1,359 €/l zu 1,859 €/l (+ 50 ct/l)

- Superbenzin (E10): 1,309 €/l zu 1,809 €/l (+ 50 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zurück