Benzinpreise und Dieselpreise setzen Aufwärtsbewegung fort | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 07.01.2021

um 10:54 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Der Start ins neue Jahr gibt uns die Möglichkeit auf die Entwicklung der heimischen Diesel- und Benzinpreise im Jahr 2020 zurückzublicken und diese zu bewerten. Allen voran muss betont werden, dass die Entwicklung aller drei Spritsorten im Wesentlichen von den Vorgaben der internationalen Finanzmärkte und des Ölmarktes abhängig war und weiterhin ist. Diese Abhängigkeit ist jedoch nichts Neues, sondern vielmehr seit mehreren Jahrzehnten fester Bestandteil bei der Spritpreis-Entwicklung in Deutschland.

Die Vorgaben des Rohölmarktes hatten bereits in der Vergangenheit eine direkte Auswirkung auf die Entwicklung der Kraftstoffpreise. Eine Besonderheit war trotz Koppelung der Märkte nahezu immer vorhanden: die verzögerte Reaktionsgeschwindigkeit des deutschen Spritmarktes. Oberflächlich beschrieben bedeutet die zuvor genannte Verzögerung, dass die Vorgaben des Ölmarktes zuvor häufig erst mit ein bis drei Werktagen Verzögerung auf dem deutschen Spritmarkt ankamen. Dieser Punkte wurde im zurückliegenden Jahr aufgrund der Corona-Krise mehrmals „außer Kraft“ gesetzt.

Darüber hinaus traten im letzten Jahr gleich mehreren Entwicklungen auf, die in der Vergangenheit eher selten zu erkennen waren. Zum Beispiel blieb im Zeitraum März bis Juli eine Reaktion des Kraftstoffmarktes auf die damaligen deutlichen Vorgaben des Ölmarktes häufig komplett aus. Über Zeiträume von mehreren Tagen, in einigen Fällen sogar bis zu zwei Wochen, war eine bis dahin eher untypische, entgegengesetzte Entwicklung der Märkte ablesbar, bevor die heimischen Diesel- und Benzinpreise dann doch den klaren Vorgaben des internationalen Ölmarktes folgten.

Während die Preise der drei Spritsorten vor dem sogenannten Corona-Crash im Frühjahr in der Regel in Gleichschritt „marschierten“, wurde auch diese „Faustregel“ im letzten Jahr häufig außer Kraft gesetzt, sodass sich die Preise der Kraftstoffe unterschiedlich stark entwickelten. Dass die Höhe der Preisbewegungen voneinander abweicht, ist an sich keine Besonderheit, dass sich der gemittelte Dieselpreis teilweise über mehrere Tage entgegengesetzt zu den beiden Benzinpreisen entwickelte, hingegen schon.

Sowohl die Tage mit deutlich verzögerten Reaktionszeiten des Kraftstoffmarktes, als auch die entgegengesetzten Preisentwicklungen der Diesel- und Benzinsorten gehören spätestens seit September wieder der Vergangenheit an. In den letzten Wochen hat sich die Reaktionszeit wieder deutlich verkürzt und die drei Kraftstoffsorten entwickeln sich wieder nahezu im Gleichschritt. Sowohl der gemittelte Dieselpreis mit aktuell 1,221 €uro/Liter, als auch die beiden Benzinsorten mit 1,379 Cent/Liter (Super E5) bzw. 1,331 Cent/Liter (Super E10), sind seit Anfang des Jahres mit jeweils mehr als sechs Cent/Liter deutlich gestiegen.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit, um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,221 €uro je Liter
- Super: 1,331 €uro je Liter
- E10: 1,379 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,079 €/l zu 1,009 €/l (+ 43 ct/l)
- Super: 1,249 €/l zu 1,679 €/l (+ 43 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,639 €/l (+ 43 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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