Benzinpreise und Dieselpreise mit Kurs auf neue Langzeittiefs | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 10.09.2020

um 10:11 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Mit Blick auf unseren Preis-Chart wird deutlich, dass die Rohölpreise in den letzten Tagen einer regelrechten Verlustserie ausgesetzt waren. Nachdem die Preise für Rohöl zu Beginn der letzten Woche noch die höchsten Stände seit dem Beginn dem Corona-Krise im Frühjahr erreichten, folgte der Übergang in einen Abwärtstrend, der gestern vorerst gestoppt wurde. Auch wenn sich im gestrigen Nachmittagshandel eine Gegenbewegung andeutete, muss bereits jetzt die Nachhaltigkeit der aktuellen Preissteigerungen angezweifelt werden.

Anders als in der Vergangenheit, als die Preis- schwankungen der Spritpreise nahezu immer im Gleichschritt mit der Entwicklung der Rohölpreise verliefen, kann aktuell von einer verbraucher- freundlichen Veränderung am heimischen Kraftstoffmarkt gesprochen werden. Während die Rohölpreise in den letzten Wochen immer neue Höchststände erreichten, ist bei den Benzin- und Dieselpreisen seit Ende Juni ein Seitwärtstrend mit tendenziell sinkenden Preisen ersichtlich.

Deutschlands Autofahrer können sich somit gleich doppelt freuen. Zum einen war die Preisentwicklung bei allen Spritsorten in den letzten Wochen konträr zu der Aufwärtsbewegung der Rohölpreise und zum anderen hat die jüngste Abwärtstrend am Ölmarkt dazu geführt, dass sowohl der gemittelte Dieselpreis, als auch die beiden Benzinpreise zuletzt nochmals deutlich nachgaben. Bei der Betrachtung der einzelnen Spritpreise sind in unseren Statistiken dennoch Differenzen ablesbar.

Während der gemittelte Dieselpreis seit Ende August fast ununterbrochen nur den Weg nach unten kannte und um 3,4 Cent/Liter nachgab, fielen die Rückgänge bei den beiden Benzinpreisen im selben Zeitraum mit 1,5 Cent/Liter deutlich übersichtlicher aus. Auf Wochensicht hingegen verlief die Preisentwicklung bei allen drei Spritsorten nahezu parallel, sodass der Dieselpreis um 1,1 Cent/Liter auf 1,048 €uro/Liter fiel und die Preise beider Benzinsorten um 0,9 Cent/Liter auf 1,236 (E10) bzw. 1,274 €uro/Liter (E5) sanken.

Unabhängig von der benötigten Spritsorte, bleibt statistisch gesehen die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

 

- Diesel: 1,048 €uro je Liter

- Super: 1,274 €uro je Liter

- E10: 1,236 €uro je Liter

 

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

 

 

- Diesel: 0,939 €/l zu 1,409 €/l (+ 47 ct/l)

- Super: 1,169 €/l zu 1,599 €/l (+ 43 ct/l)

- E10: 1,129 €/l zu 1,559 €/l (+ 43 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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