Benzinpreise und Dieselpreise mit entgegengesetzter Entwicklung | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 05.11.2020

um 10:15 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Der seit Montag aktive „Lockdown Light“ und dessen Auswirkungen werden in den kommenden Tagen und Wochen in unterschiedlicher Intensität für jeden von uns zu spüren sein. Da der Umfang des aktuellen Lockdowns die Mobilität (noch) nicht im gleichen Umfang wie im Frühjahr einschränkt, ist das Verkehrsaufkommen im Vergleich zum ersten Lockdown deutlich höher. Da für einzelne Berufsgruppen das seitens der Regierung empfohlene „Mobile Office“ schlichtweg nicht möglich ist, wird die inländische Nachfrage voraussichtlich bis Ende November auf dem aktuellen Niveau verbleiben.

Infolge der Ankündigung von neuen Maßnahmen zur Verlangsamung der Corona-Ausbreitung sind die Rohölpreise am internationalen Ölmarkt vergangene Woche regelrecht eingebrochen. Die Preisrückgänge hielten bis Ende letzter Woche an, bevor am Montag der Übergang in eine Gegenbewegung startete, die bis heute anhält. Die Auswirkungen der jüngsten Preissteigerungen sind am heimischen Kraftstoffmarkt aktuell nur wenig zu spüren. Bei vergleichbaren Preisschwankungen war in der Vergangenheit jedoch bereits mehrmals zu erkennen, dass eine Reaktion des Kraftstoffmarktes erst mit leichter Verzögerung eintraf.

Während die Heizölpreise in Deutschland auf die deutlichen Vorgaben des Ölmarktes reagierten und das Ende letzter Woche erreichte Jahrestief aufgrund von mehreren Preissteigerungen bereits wieder „hinter sich“ gelassen haben, ist eine vergleichbare Entwicklung bei den Spritpreisen noch nicht zu erkennen. Aus Verbrauchersicht kann dement- sprechend weiterhin festgestellt werden, dass sich die Preise aller drei Spritsorten weiterhin auf Niedrigpreis-Niveau bewegen. Auch wenn eine Reaktion des Kraftstoffmarktes aktuell noch ausbleibt, so gehen wir von einer zeitnahen Aufwärtsbewegung aus.

Mit Blick auf unseren Preis-Chart wird jedoch deutlich, dass sich die aktuelle Entwicklung der Spritpreise im Vergleich zu den Vorwochen unterscheidet. Nachdem sich sowohl der durchschnittliche Dieselpreis, als auch die Preise beider Benzinsorten seit Mitte Oktober nahezu parallel nach unten bewegten, ist seit Anfang dieser Woche eine entgegengesetzte Preisentwicklung zu erkennen. Während die beide Benzinpreise mit 0,7 Cent/Liter auf 1,172 €uro/Liter (E10) bzw. 1,219 €uro/Liter (E5) weiter nachgaben, stieg der Dieselpreis um 0,3 Cent/Liter auf 1,025 €uro/Liter.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit, um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

 

- Diesel: 1,025 €uro je Liter

- Super: 1,219 €uro je Liter

- E10: 1,172 €uro je Liter

 

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

 

- Diesel: 0,919 €/l zu 1,409 €/l (+ 49 ct/l)

- Super: 1,109 €/l zu 1,579 €/l (+ 47 ct/l)

- E10: 1,059 €/l zu 1,529 €/l (+ 47 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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