Benzinpreise und Dieselpreise sinken übersichtlich | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 17.12.2020

um 11:22 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Nachdem der Abgas- bzw. Dieselskandal vor mehr als fünf Jahren unter Autofahrern und infolgedessen auch bei nahezu allen Automobil-Herstellern zu einem Umdenken in Bezug auf Fahrzeugantriebe geführt hat, befindet sich die gesamte Auto-Branche in einem unaufhaltbaren Wandlungsprozess. Doch der Wandel in der Branche hat sich in der Vergangenheit im Wesentlichen auf PKWs bezogen. Diese Einschränkung könnte jedoch bald ein Ende haben, da zuletzt auch die LKW-Branche „die Zeichen der Zeit“ erkannt haben.

So sagten jüngst eine Vielzahl von europäische LKW-Hersteller zu, dass sie ab 2040 keine Lastkraftwagen mit Dieselmotoren mehr produzieren werden. Die Branche will mit diesem Vorhaben auch das Ziel der EU-Regierungs-Chefs unterstützen, die in diesem Jahr bekannt gaben bis spätestens 2050 in Europa klimaneutral sein zu wollen. In einer gemeinsamen Erklärung gab eine Industrie-Allianz von Scania, Daimler, MAN und vier weiteren Herstellern bekannt, dass sie ab 2040 nur noch Fahrzeuge herstellen, die mit Wasserstoff, Biosprit oder Strom fahren werden.

Auch wenn „das Ende“ für Autos und LKWs mit Diesel- oder Benzinmotoren noch lange nicht besiegelt sein dürfte, hat der Abgasskandal dazu geführt, dass sich die gesamte Branche nachhaltig verändert hat und sich bis heute in einem Wandlungsprozess befindet, der nicht mehr aufzuhalten ist. Doch auch wenn die Alternativen in Bezug auf die zukünftigen Antriebs-möglichkeiten immer neue Beliebtheit erlangen, bleiben Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren sowohl im privaten Sektor, als auch im gewerblichen Bereich kurz- bis mittelfristig unverzichtbar.

Und auch die Entwicklung der heimischen Kraftstoffpreise hat in den zurückliegenden Monaten dazu beigetragen, dass die Zukunft des Verbrennungs-motors noch nicht beendet sein dürfte. So sind die Preise für Diesel und Benzin infolge der Corona-Krise und dem daraus resultierenden Preisverfall der Rohölpreise bis Mitte des Jahres massiv gesunken. Auch wenn seit Anfang November wieder deutlich steigende Spritpreise ablesbar sind, befinden sich die beiden Benzinpreise mit einem Minus von 17 Cent/Liter (E5) bzw. rund 20 Cent/Liter (E10), sowie einem Preisrückgang von mehr als 21 Cent/Liter beim Diesel weiterhin deutlich unter dem Niveau von Jahresanfang.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit, um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

 

- Diesel: 1,092 €uro je Liter

- Super: 1,255 €uro je Liter

- E10: 1,208 €uro je Liter

 

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

 

- Diesel: 0,929 €/l zu 1,429 €/l (+ 50 ct/l)

- Super: 1,139 €/l zu 1,589 €/l (+ 45 ct/l)

- E10: 1,089 €/l zu 1,539 €/l (+ 45 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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