Benzinpreise und Dieselpreise jeweils mit deutlichem Plus | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 09.11.2020

um 10:23 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Mit dem Blick auf unseren Preis-Chart wird deutlich, dass die Preise aller drei Kraftstoffsorten aktuell nach einem neuen „Orientierungspunkt“ suchen und zuletzt keine einheitliche Richtung einschlugen. Eindeutig ist hingegen die „Richtungs-Ausschlag“ zu Beginn des kommenden Jahres, denn durch die Einführung der CO-Bepreisung wird sich der Preis für einen Liter Benzin um rund sieben und der Preis für einen Liter Diesel um rund acht Cent verteuern. Bei einer durchschnittlichen Betankung von 60 Litern bedeutet dies Mehrkosten von mehr als fünf Euro.

Dem beschriebenen „Preissprung“ in rund acht Wochen werden jedoch noch dutzende Richtungs- wechsel bei der Preisentwicklung aller drei Spritsorten vorangehen. Ein Grund der in der vergangenen Woche zu zahlreichen Preisbewegungen geführt hat, waren die immer wieder wechselnden Vorgaben des internationalen Ölmarktes. Die Vorgaben wurden zuletzt sowohl vom unerwartet zähen Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen, allen voran jedoch von diversen harter Maßnahmen im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus geprägt.

Während die Entwicklung der beiden Benzinpreise in den letzten Wochen nahezu ununterbrochen nach unten zeigte, war beim gemittelten Dieselpreis deutlich häufiger ein kurzfristiger Preisausschlag nach oben zu erkennen. Ernstmals seit Mitte Oktober sind die Preise aller drei Spritsorten in den letzten Tagen im „Gleichschritt“ gestiegen. Für vergleichbare bzw. höhere Preissteigerungen mussten wir in unseren Statistiken sogar um noch vier weitere Woche bis zum 21.09. zurückgehen.

Seit unseren letzten „Kraftstoffnews“ ist sowohl der durchschnittliche Dieselpreis (1,032 Cent/Liter), als auch die Preise der Benzinsorte Super E5 (1,227 Cent/Liter) und Super E10 (1,179 Cent/Liter) um deutliche 0,7 Cent/Liter gestiegen. Da die Vorgaben des Rohölmarktes am Montagmorgen übersichtlicher als zuletzt ausfallen, kann an den deutschen Zapfsäulen in den nächsten Tagen mit vergleichsweise wenig Preisbewegungen gerechnet werden.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit, um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,032 €uro je Liter
- Super: 1,227 €uro je Liter
- E10: 1,179 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 0,929 €/l zu 1,409 €/l (+ 48 ct/l)
- Super: 1,109 €/l zu 1,579 €/l (+ 47 ct/l)
- E10: 1,069 €/l zu 1,529 €/l (+ 46 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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