Benzinpreise und Dieselpreise erneut im Minus | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 02.11.2020

um 09:45 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Den 02.11.2020 wird jeder von uns auf seine ganz eigene Weise in Erinnerung behalten. Denn am heutigen Montag tritt bereits der zweite „Lockdown“ innerhalb eines Jahres mit weitreichenden Maßnahmen in Kraft. Ziel der teilweise äußerst harten Maßnahmen ist, dass die sich zuletzt wieder rasend schnell ausbreitende Corona-Pandemie ausgebremst wird. Bereits vor dem Inkrafttreten des Lockdowns waren die Auswirkungen in der Vorwoche am Ölmarkt zu spüren.

Aufgrund eines regelrechten Preissturzes kamen am internationalen Rohölmarkt schnell Erinnerungen an den ersten Lockdown auf, in dem der Rohölpreis kurzfristig ins Negative rutschte. Diese historische Preisentwicklung hat sich in den letzten Tagen (noch) nicht wiederholt, jedoch sprechen massive Verluste auf Wochensicht von mehr als acht Prozent für sich. Da die Entwicklung der heimischen Diesel- und Benzinpreise in unmittelbarer Abhängigkeit mit dem Rohölmarkt stehen, sind die Auswirkungen auch an den deutschen Zapfsäulen zu sehen.

Denn neben Deutschlands Heizölverbrauchern gehören auch Autofahrer zu den „Profiteuren“ der aktuellen Preisentwicklungen. Ähnlich wie im Frühjahr haben sowohl die Diesel-, als auch die Benzinpreise auf den Verfall der Rohölpreise in den zurückliegenden Tagen reagiert und deutlich nachgegeben. Bereits vor der Bekanntgabe der harten Corona-Maßnahmen war bei der Preisentwicklung ein Abwärtstrend ersichtlich, der jedoch durch die aktuelle Rohöl-Krise nochmals verstärkt wurde. Im Vergleich fallen die Preisredu- zierungen doch schon länger unterschiedlich stark aus.

Während die Preisrückgänge beim gemittelten Dieselpreis seit Ende letzter Woche mit 0,6 Cent/Liter auf aktuell 1,022 €uro/Liter geringer als zuvor ausfallen, sind die Auswirkungen des Ölmarktes bei den beiden Benzinsorten deutlicher als zuvor. Sowohl bei der Benzinsorte Super E5 mit einem Preis von 1,241 €uro/Liter, als auch bei der Sorte Super E10 mit 1,194 €uro/Liter fallen die aktuellen Preisrückgänge im Vergleich zum Dieselpreis mit 1,4 Cent/Liter mehr als doppelt so hoch aus. Mit Blick auf die zurückliegenden drei Wochen fällt das Minus der beiden Benzinpreise sogar fast vierfach so hoch aus.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit, um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 1,022 €uro je Liter
- Super: 1,226 €uro je Liter
- E10: 1,179 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 0,919 €/l zu 1,409 €/l (+ 49 ct/l)
- Super: 1,099 €/l zu 1,579 €/l (+ 48 ct/l)
- E10: 1,059 €/l zu 1,529 €/l (+ 47 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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