Benzinpreise und Dieselpreise auf neuem Langzeithoch | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 14.01.2021

um 10:29 Uhr von Benjamin Stelse

Benzinpreise - Entwicklung

Bereits in der Silvesternacht sind die heimischen Kraftstoffpreise aufgrund der Einführung der staatlich regulierten CO2-Bepreisung, sowie der Rückkehr der Mehrwertsteuer auf den ursprünglichen Satz von 19 Prozent kräftig gestiegen und in den zurückliegenden 14 Tagen kamen weitere deutliche Preissteigerungen hinzu. Dennoch wurde der von uns prognostizierte Preisanstieg bisher noch nicht ganz erreicht. Die Hintergründe für die abweichende Preisentwicklung sind jedoch nicht auf ganz eindeutig.

Die Einführung der CO2-Bepreisung zu Beginn des Jahres in Höhe von 25 €uro je Tonne hätte umgerechnet auf den Preis eines Liters Benzin zu einer Preissteigerung von rund sieben Cent und beim Dieselkraftstoff von rund acht Cent geführt. In Kombination mit der Mehrwertsteuererhöhung zurück auf 19 Prozent hätte der Plus dementsprechend in Summe je nach Spritsorte elf bis zwölf Cent je Liter betragen müssen. Mit dem Blick auf unseren Preis-Chart wird jedoch deutlich, dass diese Summe bisher noch nicht erreicht wurde.

Während der gemittelte Dieselpreis seit dem 31. Dezember um 8,8 Cent/Liter auf aktuell 1,230 €uro/Liter gestiegen ist, fällt die Preissteigerung bei der Benzinsorte Super E10 mit jeweils 9,3 Cent/Liter auf 1,353 Euro/Liter bzw. 1,393 Euro/Liter bei der Sorte Super E5 nur unwesentlich höher aus. Sowohl der gemittelte Dieselpreis, als auch die Preise der beiden Benzinsorten sind durch den jüngsten Aufwärtstrend heute Morgen auf das höchste Preisniveau seit dem Corona-Crash im Frühjahr letzten Jahres gestiegen.

Dass die Preissteigerungen niedriger ausfallen als erwartet könnte unter anderem darauf beruhen, dass möglicherweise ein Teil der Mehrkosten bereits zum Ende des letzten Jahres vorgezogen wurden. Darüber hinaus fällt es den Mineralölkonzernen trotz nahezu konstanter Preisschwankungen aktuell nicht ganz so leicht die Mehrkosten an ihre Kunden weiterzugeben, da die Gefahr besteht, dass die durch den anhaltenden Lockdown ohnehin geringere Nachfrage durch weitere Preiserhöhungen weiter geschwächt wird.

Unabhängig von der benötigten Spritsorte lohnt es sich immer darauf zu achten, welche Tankstelle angesteuert wird. Innerhalb eines 10 Kilometer-Radius kommt es in Städten zumeist zu Preisdifferenzen von 10 Cent/Liter, wenn man aber eine längere Strecke über die Autobahn fährt, so kann man mit einem 2-km-Umweg bereits bis zu 30 Cent/Liter sparen. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

 

- Diesel: 1,230 €uro je Liter

- Super: 1,393 €uro je Liter

- E10: 1,346 €uro je Liter

 

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

 

- Diesel: 1,109 €/l zu 1,559 €/l (+ 45 ct/l)

- Super: 1,259 €/l zu 1,709 €/l (+ 45 ct/l)

- E10: 1,229 €/l zu 1,659 €/l (+ 43 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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