Benzinpreise über Ostern kräftig gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Über das lange Osterwochenende sind die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen erneut kräftig gestiegen. Besonders die Benzinpreise legten in den vergangenen Tagen um spürbare knapp zwei Cent je Liter zu. Der Anstieg der Dieselpreise fiel mit gut 0,6 Cent/Liter verhältnismäßig gering aus, so dass sich die Preisdifferenz zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER (E5) in den letzten Tagen auf knapp 22 Cent/Liter erhöht hat.

Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen ist zum ersten Mal seit zwei Wochen kleiner geworden. Besonders bei Diesel ging der Preisunterschied zurück, da die günstigsten Dieselpreise über Ostern konstant geblieben waren und sich die teuersten Angebote sogar verringert hatten. Beim Kraftstoff SUPER zogen die günstigsten und teuersten Benzinpreise des Tages gleichermaßen an, so dass sich die Preisdifferenz hier mit aktuell 36 Cent/Liter kaum verändert hat.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,054 €uro je Liter
- Super: 1,272 €uro je Liter
- E10: 1,252 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,939 €/l zu 1,259 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,149 €/l zu 1,509 €/l (+ 36 ct/l)
- E10: 1,129 €/l zu 1,489 €/l (+ 36 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Vor den Osterfeiertagen legten die Ölpreise zu. Dies war zu erwarten, weil Börsenhändler häufig vor einem langen Wochenende noch Gewinne mitnehmen wollen und daher Kontrakte abstoßen. Allerdings setzte sich der Preisrückgang auch am gestrigen Montag und heute Morgen im frühen Handel weiter fort. Mit einer Höhe von knapp 0,2 Dollar/Barrel fiel der Anstieg jedoch nicht sehr deutlich aus. Dennoch notierten die Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI mit 39,9 bzw. 39,1 Dollar/Barrel am Dienstagmorgen wieder unter der 40-Dollar-Marke.

Der Handel am Ölmarkt zeigt sich zurzeit verunsichert, was an den Kursschwankungen der letzten Wochen erkennbar ist. Zwar legten die Ölpreise zuletzt recht kontinuierlich zu. Dieser Anstieg beruhte allerdings kaum auf Fundamentaldaten sondern hauptsächlich auf Spekulationen. Nun zeigt sich jedoch, dass die für Mitte April geplante Fördermengenbegrenzung einiger OPEC-Staaten und Russland wenig an der Überversorgung des Weltölmarktes ändert und dass die US-Ölförderung, trotz anhaltend niedrigen Ölpreisen, weiterhin stabil geblieben ist. Daher sprechen einige Analysten nun wieder von einer wachsenden Wahrscheinlichkeit für Kurskorrekturen nach unten. Es muss jedoch abgewartet werden in welche Richtung die Rohölpreise in dieser Woche tendieren werden. Sollten die Ölpreise nachgeben ist auch ein stärkerer Rückgang auf das Preislevel von Mitte Februar nicht vollkommen ausgeschlossen.

Am Devisenmarkt hält sich der €uro-Dollar-Wechselkurs weiterhin recht stabil bei knapp 1,12 Dollar/€uro. Nach den erwarteten Preisanstiegen über die Ostertage würden die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt nun wieder nachgebende Kraftstoffpreise ermöglichen. Autofahrer dürfen daher im Wochenverlauf wieder auf fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen hoffen.

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