Benzinpreise steigen – Spritpreise sind Wahlkampfthema | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 20.09.2021

um 10:27 Uhr von Akif Sahin

Benzinpreise - Entwicklung

Die Benzinpreise und Dieselpreise starten in die neue Woche erneut mit einem neuen Jahreshoch. Es sind die teuersten Preise für Benzin und Diesel seit November 2018. Im Vergleich zur Vorwoche haben die Spritpreise an den Tankstellen noch einmal um rund einen Cent je Liter zugenommen. Kurz vor den Bundestagswahlen wird das Thema „Bezahlbare Mobilität“ wichtiger. Montag früh kostete der Liter Super (E5) 1,667 €uro und der Liter Super (E10) 1,620 €uro. Für Diesel wurden 1,440 €uro fällig.

Dabei gehen die höheren Preise nicht auf äußere Faktoren zurück, wie den Ölpreis oder die Stärke des US-Dollars. In der vergangenen Woche haben vor allem lokale Faktoren dazu beigetragen, dass die Benzinpreise und Dieselpreise gestiegen sind. So sind an mehreren wichtigen Raffinerien noch Wartungsarbeiten vorgenommen worden und die Produktion von Diesel und Benzin verlief insgesamt gedrosselt. Dabei wurde auch eine weiterhin erhöhte Nachfrage ausgemacht, was zu einer örtlichen Verknappung von Diesel und Benzin führte. Entsprechend wurden die Preise hochgesetzt.

Die hohen Spritpreise drängen auch stärker die politischen Parteien dazu, sich zum Thema zu äußern und Vorschläge zu machen. Bisher gibt es allerdings nur bedingt lösungsorientierte Vorschläge. Das Thema Wasserstoff spielt in den Argumentationen, wie gestern beim Triell im privaten Fernsehen, eher eine Rolle als beispielsweise klimaschonende E-Fuels. Auch ist nicht geklärt, wie man gestern an den Argumenten der Spitzenparteien entnehmen konnte, woher der Strom für die vielen E-Autos herkommen soll. Eines scheint sicher: Die Preise für Benzin und Diesel werden auch künftig steigen.

Langfristig müssen die Benzinpreise und Dieselpreise aufgrund der CO2-Steuer steigen. Die Anfang des Jahres von schwarz-rot beschlossene CO2-Abgabe hat die Benzinpreise bereits in diesem Jahr um rund 7 Cent je Liter verteuert. Bis ins Jahr 2025 soll die CO2-Steuer angehoben werden. Die Spritpreise dürften dann um rund 14 Cent verteuert sein. Im Wahljahr diskutieren die Parteien darüber, wie die Steuer für Entlastungen sorgen soll. Autofahrer können allerdings kaum mit Entlastungen rechnen.

Wer clever sein und günstig tanken möchte, nutzt unseren Preis- und Tankstellenvergleich. So finden Sie die nächste Tankstelle und den günstigsten Dieselpreis oder Benzinpreis vor Ort. Für Urlauber und Reiselustige empfiehlt sich unser Routenplaner, mit dem man Zwischenstopps auf der Strecke zum günstigen Tanken einplanen kann. Übrigens: Rein statistisch bleibt aus unserer Sicht die beste Zeit zum günstigen Tanken zwischen 19 und 22 Uhr. Vermeiden Sie es früh morgens zu tanken. Da sind die Preise an den Zapfsäulen durchschnittlich am höchsten.

Benzinpreise - Zahlen

Benzinpreise und Dieselpreise in ihrer Region vergleichen und den günstigsten Spritpreis finden.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,419 €uro je Liter

- Superbenzin (E5): 1,631 €uro je Liter

- Superbenzin (E10): 1,573 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,309 €/l zu 1,759 €/l (+ 45 ct/l)

- Super (E5): 1,509 €/l zu 1,959 €/l (+ 45 ct/l)

- Super (E10): 1,449 €/l zu 1,899 €/l (+ 45 ct/l)

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zurück