Benzinpreise steigen auf Drei-Monatshoch

Benzinpreise - Entwicklung

Mit Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern starten diese Woche die ersten Bundesländer in die Sommerferien, bevor Anfang nächste Woche neben Schleswig-Holstein mit Nordrhein-Westfalen auch das einwohnerreichste Bundesland in die Ferienzeit starten. Auch wenn in immer mehr Ländern die strengen Corona-Restriktionen gelockert wurden, muss die ursprüngliche Urlaubsplanung vieler Familien überarbeitet werden, da beliebte Urlaubsländer wie z.B. die Türkei als Risikogebiete eingestuft wurden.

Doch auch anderen beliebte Urlaubsländer bieten aktuell noch keine Planungssicherheit, sodass sich vielen Familien gegen die Buchung einer Reise im Ausland und für den Urlaub innerhalb Deutschlands entscheiden. Deutschland bietet mit seiner Vielseitig- keit nahezu für jeden Urlauber das passende Angebot und die Anreise erfolgt aufgrund von den Vorteilen der Flexibilität und Unabhängigkeit häufig mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen. Es wird in den nächsten Wochen also wieder voll auf den Autobahnen.

Die zuletzt deutlich gestiegenen Benzin- und Dieselpreise sind jedoch entgegen der Annahme vieler Autofahrer nicht auf die bevorstehenden Ferien und einer damit verbundene Gewinnoptimierung der Mineralölkonzerne zurückzuführen, sondern auf die jüngste Erholungstour der Rohölpreise. Nachdem sich die Lage am Rohölmarkt seit Anfang Mai merklich beruhigt hat, ist neben den Rohölpreisen auch bei den heimischen Kraftstoffpreisen eine deutliche Aufwärts- bewegung zu erkennen, die voraussichtlich weiter fortgesetzt werden sollte.

Nachdem der gemittelte Dieselpreis in den letzten sieben Wochen um deutliche sieben Cent/Liter auf aktuelle 1,096 €uro/Liter gestiegen ist, sind die Preissteigerungen mit jeweils rund 13 Cent/Liter bei den beiden Benzinsorten noch kräftiger. Die Benzinsorte Super E10 hatte durch das jüngste Plus zuletzt einen Durchschnittspreis von 1,259 €uro und der Preis der Sorte Super E5 lag gestern bei 1,289 €uro/Liter. Während wir in unseren Statistiken für einen Dieselpreis in dieser Höhe bis Mitte April zurückgehen mussten, haben wir vergleichbare Benzinpreise erst Mitte März finden können.

Unabhängig davon, ob Sie auf dem Weg in die Ferien oder lediglich auf dem Arbeitsweg tanken müssen, bleibt statistisch gesehen die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,096 €uro je Liter
- Super: 1,289 €uro je Liter
- E10: 1,259 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/l zu 1,389 €/l (+ 40ct/l)
- Super: 1,099 €/l zu 1,569€/l (+ 47ct/l)
- E10: 1,069 €/l zu 1,539 €/l (+ 47ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zurück