Benzinpreise stabil, Dieselpreise legten weiter zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen haben sich in der zurückliegenden Woche unterschiedlich entwickelt. Während die Dieselpreise seit Montag um durchschnittlich 0,7 Cent/Liter geklettert sind, gaben die Benzinpreise mit rund 0,1 Cent/Liter minimal nach. Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER ist daher im Wochenverlauf auf knapp unter 21 Cent/Liter gefallen. Ende Januar lag der Preisunterschied noch bei rund 28 Cent/Liter.

Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen zeigte sich in der gesamten Woche kaum verändert bei 34 Cent/Liter. Ebenfalls stabil blieben die durchschnittlichen Preisschwankungen an den Zapfsäulen in Höhe von gut 10 Cent/Liter, abhängig davon wann man die Tankstellen ansteuert. Wenn man sich zum gewünschten Tankzeitpunkt dann auch noch informiert welche Tankstelle zurzeit die Günstigste in der näheren Umgebung ist, so können preisbewusst handelnde Autofahrer in Summe beim Tanken zwischen 10 bis 20 Cent/Liter sparen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,014 €uro je Liter
- Super: 1,223 €uro je Liter
- E10: 1,205 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,899 €/l zu 1,239 €/l (+ 34 ct/l)
- Super: 1,119 €/l zu 1,459 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,099 €/l zu 1,439 €/l (+ 34 ct/l)


Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Rohölpreise haben ihren moderaten Aufwärtskurs im Wochenverlauf fortgesetzt. So legte die europäische Leitsorte BRENT im Verlauf der Woche um rund zwei Dollar je Barrel zu und wurde am Freitagmorgen bei 37,3 Dollar/Barrel gehandelt. Damit ist BRENT seit über fünf Wochen nicht mehr unter die Marke von 30 Dollar/Barrel gefallen. Auch die US –Sorte WTI, die am Freitagmorgen bei 34,8 $/b notierte, steht seit nunmehr zwei Wochen über der 30-Dollar-Marke und selbst der OPEC-Basketpreis hat zumindest seit einer Woche die 30 Dollar/Barrel nicht mehr unterschritten. Insgesamt hat die Volatilität am Ölmarkt zuletzt abgenommen und viele Analysten gehen mittlerweile von einem moderaten Anstieg der Ölpreise im Jahresverlauf aus.

Daher spekulieren Börsenhändler zurzeit eher auf einen unwahrscheinlichen Erfolg der russisch-saudische Initiative zur Begrenzung der Ölproduktion wichtiger Förderländer und auf einen Rückgang der US-Ölförderung anstatt die weiterhin stark bärischen Fundamentaldaten einzupreisen. So sorgte der am Donnerstag vom DOE veröffentlichte, massive Anstieg der US-Öllager auf ein neues Rekordhoch lediglich dafür, dass die Ölpreise nicht stärker gestiegen sind. Insgesamt meldete das DOE einen Aufbau der Rohöllager um erhebliche 10,4 Mio. Barrel und auch die Bestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) legten in Summe um 1,4 Mio. Barrel zu. Insgesamt belaufen sich die US-Öllagerbestände nun auf rund 937 Mio. Barrel. Vor genau einem Jahr waren die Öllager in den USA zum ersten Mal über 800 Mio. Barrel gestiegen. Seit diesem damaligen Rekordhoch sind die US-Ölbestände im Schnitt jeden Monat um über 10 Mio. Barrel angewachsen.

Neben den stark preisdrückenden US-Öllagerdaten sind auch von der Nachfrageseite keine preisstützenden Impulse zu erwarten. Neben der schwächelnden Wirtschaft in China lag auch die Nachfrage nach Ölprodukten in den USA im Schnitt der vergangenen vier Wochen um gut ein Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Daher sollte auch die russisch-saudische Initiative der Förderbegrenzung nicht zu einem deutlichen Anstieg Ölpreise führen. Vor allem weil die meisten Förderländer bereits in der Nähe ihres Fördermaximums agieren und sich der Iran, der zurzeit über das größte Wachstumspotential der eigenen Ölexporte verfügt, nicht an der Vereinbarung beteiligen will.

Gestern hatte der niedrigere Dollarkurs die Ölnotierungen leicht gestützt, da in anderen Währungsregionen zumeist mehr Öl gekauft wird, wenn der Dollar schwächelt. So kletterte der €uro am Freitagmorgen auf knapp 1,10 $/€, nachdem er zuvor deutlich gegen den Dollar zurückgefallen war. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Preisentwicklung zum Wochenende neutral aus, dennoch müssen Autofahrer besonders am Wochenende wohl mit weiter steigenden Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen rechnen.

Zurück