Benzinpreise sinken - Dieselpreise steigen | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 28.10.2026
um 08:51 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Benzinpreise - Trends und Prognosen
Die Spritpreise haben sich in der zweiten Oktober-Hälfte unterschiedlich entwickelt. Während die Benzinpreise in den vergangenen zwei Wochen um 7,0 Cent/Liter gesunken sind, verzeichnen die Dieselpreise einen Anstieg um 4,2 Cent/Liter. Grundsätzlich ist es nicht ungewöhnlich, dass die Dieselpreise zum Beginn der Heizsaison steigen, wenn die Nachfrage nach Heizöl steigt und weil Heizöl und Diesel nahezu das gleiche Produkt sind. Verstärkt wird dieser Effekt aktuell aber vor allem durch das geringere Angebot von raffinierten Ölprodukten auf dem Weltölmarkt, dass sich aus einem globalen Engpass von Raffineriekapazitäten ergibt. Hinzu kommen hohe Transportkosten für die Umgehung oder Durchquerung der Straße von Hormus sowie für Umwege zu nutzbaren Raffinerien. Deutschland ist auf den Import von Heizöl und Diesel angewiesen, weshalb neben den steigenden Ölpreisen weitere Preiserhöhungen hinzukommen. Für die Herstellung von Benzin hat Deutschland sogar Überkapazitäten.
Aktuell kostet ein Liter Benzin (SUPER E5) im bundesweiten Durchschnitt 2,127 €uro, während ein Liter Diesel an den heimischen Zapfsäulen im Mittel für 2,278 €uro/Liter getankt werden muss. Damit ist der Sortenpreisabstand zwischen dem normalerweise günstigeren Diesel zu dem eigentlich teureren Benzin auf 15,1 Cent/Liter angewachsen. Seit Einführung des Tankrabatts steht bei den Benzinpreisen ein Rückgang von rund 16 Cent/Liter zu Buche, während die Dieselpreisen um rund 10 Cent/Liter gesunken sind. Allerdings ist der Weltölmarkt in einer komplizierten Phase und die Preisvorgaben haben sich seit Monatsbeginn insgesamt und besonders für Diesel verschlechtert. Dies macht Aussagen darüber, ob die Steuerentlastung komplett beim Autofahrer ankommt, sehr schwierig.
Die Aussichten auf sinkende Spritpreise sind zudem nicht besonders gut. Trotz der diplomatischen Bemühungen im Nahen Osten bleiben die Risiken für den Ölmarkt hoch. Zudem gehen die meisten Marktbeobachter derzeit davon aus, dass US-Präsident Trump, nach den US-Zwischenwahlen am 3. November, neue Angriffe auf den Iran plant, was die Lage am Persischen Golf wieder eskalieren lassen würde. Auch die Engpässe bei den Raffineriekapazitäten werden sich nicht schnell auflösen. Und der Umstand, dass in Krisenzeiten jedes Unternehmen entlang der Versorgungskette seine Margen etwas anhebt, bekommen Autofahrer ebenfalls weiter zu spüren, bis es eine belastbare, nachhaltige Lösung mit dem Iran geben wird.
Der statistisch beste Zeitpunkt um günstig zu tanken liegt weiterhin stabil zwischen 10:00 und 12:00 Uhr. Dann folgt die 12-Uhr-Preisanhebungen, die in der Regel eine durchschnittliche Höhe von rund 20 Cent/Liter hat. Im weiteren Tagesverlauf sinken die Spritpreise zumeist recht schnell wieder um rund 15 Cent/Liter und geben dann am Vormittag des Folgetages nochmals leicht nach. Insgesamt sollten Autofahrer jedoch das Tanken zwischen 12:00 und 17:00 Uhr möglichst vermeiden, finden aber zwischen 17:00 und 10:00 Uhr des Folgetags an vielen Tankstellen im Durchschnitt nur leicht höhere Preise vor als in den zwei Stunden vor zwölf Uhr.
Der Preisunterschiede zwischen den Tankstellenmarken liegt zur gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von 10 km weiterhin bei bis zu 15 Cent/Liter. Autofahrer sollten daher zu jeder Uhrzeit stets die Spritpreise an den Tankstellen vergleichen. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen stets ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.
Benzinpreise - aktuelle Preisentwicklung
Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:
- Diesel: 2,278 €uro je Liter
- Superbenzin (E5): 2,127 €uro je Liter
- Superbenzin (E10): 2,069 €uro je Liter
Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:
- Diesel: 2,159 €/l zu 2,839 €/l (+ 68 ct/l)
- Superbenzin (E5): 1,979 €/l zu 2,749 €/l (+ 77 ct/l)
- Superbenzin (E10): 1,919 €/l zu 2,689 €/l (+ 77 ct/l)
* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren, um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.
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