Benzinpreise sinken auf 7-Monats-Tief

Benzinpreise - Entwicklung

An den deutschen Tankstellen sind die Spritpreise in den vergangenen Tagen gesunken. Sogar am Wochenende haben die Diesel- und Benzinpreise nachgegeben, was in der Regel fast nie der Fall ist. Die Benzinpreise (Super E5) sind zuletzt um weitere 0,9 Cent/Liter gesunken und markierten somit am Wochenende mit durchschnittlich 1,39 €uro/Liter sogar den tiefsten Stand seit März dieses Jahres. Auch die durchschnittlichen Dieselpreise haben am Wochenende um weitere 0,3 Cent/Liter nachgegeben und stehen mit rund 1,255 €uro/Liter auf dem gleichen Preislevel wie Ende März, allerdings waren die Dieselpreise im August schon mal deutlich günstiger als zurzeit.

Die Entwicklung der beiden Spritsorten ist im vergangenen halben Jahr sehr unterschiedlich gewesen, was am Preisunterschied zwischen Diesel und Benzin deutlich wird. So lag die Preisdifferenz Ende März dieses Jahres bei rund 13 Cent/Liter, ist danach auf bis zu 25 Cent/Liter gestiegen und aktuell wieder auf den März-Wert zurückgegangen. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Benzinpreise in den Sommermonaten nicht so stark zurückgegangen sind wie die Dieselpreise. Dafür sind die Dieselpreise, genau wie die Preise für Heizöl, im September wieder gestiegen während die Benzinpreise tendenziell weiter nachgegeben haben.

Aktuell ist der Unterschied zwischen den Diesel- und Benzinpreisen vergleichsweise gering, denn die durchschnittliche Preisdifferenz der beiden Kraftstoffsorten lag in den vergangenen fünf Jahren bei 20 Cent/Liter. Auffällig ist allerdings, dass die Preisdifferenz in den zurückliegenden zwei Jahren fast immer unter diesem Durchschnittswert gelegen hat, während sie in den Vorjahren fast ausschließlich über der 20 Cent-Marke lag. Somit kann grundsätzlich festgehalten werden, dass Benzin im Vergleich zu Diesel tendenziell günstiger geworden ist.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken
Differenz zwischen den Diesel- und Benzinpreisen 2015-2019

 

 

Ein neuer Faktor, der sich in den kommenden Jahren preistreibend auf beide Spritsorten auswirken wird ist die CO²-Bepreisung. Diese halten wir grundsätzlich für sinnvoll, allerdings hätte diese im Idealfall mit einer Reform der Energiesteuer einhergehen sollen. Autofahrer nun mit einer weiteren Abgabe zu belasten, bei einem Produkt dessen Preis sich zurzeit schon zu 53% (Diesel) bzw. 61 % (Benzin) aus Steuern und Abgaben zusammensetzt, ist nach den Rückmeldungen die wir erhalten haben, für viele Verbrauchern schwer nachvollziehbar. Unsere kurzgefassten Ansichten zum Klimapaket der Bundesregierung finden Sie hier.

Grundsätzlich bleibt im Jahr 2019 die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

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